Bruttowerbeumsätze steigen um fast 5%

Die neuesten Zahlen von Nielsen Media Research geben der Medienbranche etwas Hoffnung. Der Werbemarkt lag nach Ablauf der beiden ersten Monate des Jahres 2010 nämlich 4,7% über dem Vorjahreszeitraum. 3,2 Milliarden Euro steckten die Unternehmen demnach brutto in Werbung. Allerdings kommt nur bei einigen Teilbranchen Freude auf, denn Zeitungen, Fachzeitschriften und das Radio liegen noch unter den Umsätzen des Krisenjahres 2009. Aufwärts ging es hingegen für das Fernsehen (+13,1%) und das Internet (+15,6%).

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Das Fernsehen bleibt mit einem Brutto-Werbeumsatz von 1,31 Mrd. Euro natürlich das Reklamemedium Nummer 1 in Deutschland. Die Zahlen liegen laut Nielsen 13,1% über denen des Vorjahres. Wie immer müssen wir aber warnen: Die Nielsen-Zahlen sind immer nur bedingt aussagekräftig. Es handelt sich um Brutto-Umsätze, Rabatte, Frei- und Austauschwerbung und andere Vergünstigungen werden nicht miteinberechnet. Die tatsächlichen Umsätze der Medien liegen also deutlich unter den Nielsen-Zahlen. Ein wichtiger Indikator für die Entwicklung in der Branche sind sie aber durchaus.

Die Zeitungen bleiben mit rund 773,21 Mio. Euro Brutto-Werbeumsatz auf Platz 2, verloren aber 4,2% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dahinter folgen Publikumszeitschriften (502,50 Mio. / +0,8%), das Internet (262,43 Mio. / +15,6%), der Hörfunk (170,82 Mio. / -8,5%), die Plakatwerbung (112,86 Mio. / -0,7%), Fachzeitschriften (61,13 Mio. / -3,0%) und schließlich das Kino (9,08 Mio. / +81,1%). Nielsen-Chef Ludger Wibbelt wertet das Plus naturgemäß positiv: "Nach dem Krisenjahr 2009 mehren sich also weiterhin die positiven Signale aus dem Bruttowerbemarkt."

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