Pink Floyd siegt gegen EMI

Pink Floyd hat im Rechtsstreit mit dem Musik-Label EMI einen Sieg errungen. Der High Court London entschied zugunsten der Rockgruppe. Gegenstand der Auseinandersetzung waren die Lizenzgebühren aus dem Online-Geschäft; außerdem hatte sich Pink Floyd gegen den Vertrieb einzelner Stücke statt kompletter Alben und die Verwendung von Teilen aus Songs als Klingeltöne gewendet. Laut Billboard wurde EMI zur Zahlung von vorläufig 44.000 Euro verurteilt. Die endgültige Schadensersatzsumme dürfte deutlich höher liegen.

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Die Anwälte von Pink Floyd hatten geklagt, weil der Einzelvertrieb von Stücken eine Vereinbarung verletze, die die "künstlerische Integrität der Alben" bewahren sollte. Die Band versteht ihre Alben als Gesamtkunstwerk, das im Zusammenhang der Stücke und nicht in der Kompilation einzelner Songs besteht. EMI argumentierte, die betreffende Vereinbarung gelte nur für "physische" Alben, also CDs und Vinylplatten.

Nach dem Urteil kann der Musikkonzern Titel der Band nicht mehr zum Einzel-Download anbieten. Der Rechtsstreit wirft einen Schatten auf eine grundsätzlich gut funktionierende Partnerschaft – Pink Floyd und EMI arbeiten seit 1967 zusammen.

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