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Medienaktien: Die Auferstehung

Genau ein Jahr ist es her, als die Aktienmärkte rund um den Globus den tiefsten Punkt ihrer beispiellosen Talfahrt erreicht hatten. Im März 2009, als der Himmel einzustürzen und die Kurse ins Bodenlose zu fallen schienen, gab es so ziemlich niemanden, der eine schnelle Trendwende voraussah. Doch genau die setzte dann mitten in der tiefsten Krise ein und ließ viele Kurse buchstäblich durch die Decke schießen. Zwölf Monate später folgt auch allmähich die Konjunktur der Börse. Ein Blick auf die größten Wall Street-Gewinner.

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Genau ein Jahr ist es her, als die Aktienmärkte rund um den Globus den tiefsten Punkt ihrer beispiellosen Talfahrt erreicht hatten. Im März 2009, als der Himmel einzustürzen und die Kurse ins Bodenlose zu fallen schienen, gab es so ziemlich niemanden, der eine schnelle Trendwende voraussah. Doch genau die setzte dann mitten in der tiefsten Krise ein und ließ viele Kurse buchstäblich durch die Decke schießen. Zwölf Monate später folgt auch allmähich die Konjunktur der Börse. Ein Blick auf die größten Wall Street-Gewinner.

Was für ein Unterschied ein Jahr machen kann. Exakt 365 Tage ist es her, dass die Weltbörsen in den Wirren der Finanzkrise ihren Tiefpunkt erreichen sollten. Fast genau ein halbes Jahr nach der verhängnisvollen Pleite von Lehman Brothers kam der dramatischste Ausverkauf seit dem Platzen der Internetblase zum Erliegen.

Das wollte jedoch am 9. März 2009 kaum einer wahr haben – mit Ausnahme des renommierten US-Vermögensverwalters Doug Kass. Der passionierte Shortseller, der seit 2007 vor dem Crash auf dem Immobilienmarkt gewarnt hatte, sollte die treffendste Einschätzungen seiner über 30-jährigen Investmentkarriere machen. Sie lautete: "Wir haben die Tiefs einer ganzen Anlegergeneration (generational lows) gesehen."

US-Vermögensverwalter Doug Kass trifft den Boden im März 2009: "Zeit, wieder optimistisch zu werden"

Das sagte Kass erstmals am 3. März 2009 und wiederholte es im Wochenverlauf wieder und wieder. "Die großen Probleme unserer Zeit sind voll eingepreist", befand Kass mehrfach CNBC. "Es ist Zeit, wieder  optimistisch zu werden". Wohl gemerkt: Zu einem Zeitpunkt des größtmöglichen Pessimismus an den weltweiten Aktienmärkten.

Dem waren auch die hartgesottesten größten Medientycoone zeitweise verfallen. "Ohne jede Frage befinden wir uns im ausgeprägtesten Abschwung seit mindestens einer Generation. Wahrscheinlich bin ich hier sogar der Einzige, der sich an schlimmere Zeiten erinnern kann". Das erklärte niemand anderes als ein Ur-Gestein der US-Medienbranche, nämlich der bereits 85-jährige Chairman vom US-TV-Riesen Viacom und größter Einzelaktionärs des US-TV-Senders CBS, Sumner Redstone.  

Ein Quartal später hatte Redstone indes wieder der Optimismus gepackt: "Ich glaube, wir stehen am Beginn eines neuen Bullenmarktes", erklärte der TV-Veteran im Mai. "Wenn ein Bullenmarkt beginnt, zieht die Wirtschaft neun Monate später nach". Genau so kam’s – und niemand profitierte davon stärker als CBS selbst.

1. CBS + 375 Prozent

So gelang dem US-TV-Riesen dann auch das Comeback des Jahres. Der aus Viacom hervorgegangenen US-Traditionssender befindet sich klar auf Erholungskurs und verdiente im letzten Geschäftsquartal 2009 mit 171 Millionen Dollar oder 25 Cent je Aktie wieder  23 Prozent als im Vorjahreszeitraum. Mutige Aktionäre, die vor einem Jahr einstiegen, konnten sich über exorbitante Gewinne in Höhe von 375 Prozent binnen nur zwölf Monate freuen.

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2. News Corp: + 190 Prozent

Auch ein anderer Tycoon erkannte den Gezeitenwechsel  in der Konjunktur rechtzeitig. "Wie Sie wissen, war ich sehr pessimistisch. Aber es gibt immer mehr Signale, dass die Tage des steilen Absturzes vorüber sind", erklärte Rupert Murdoch im vergangenen Mai. "Ich bin kein Volkswirt, aber es zeigt sich immer deutlicher, dass das Schlimmste vorüber ist." So war es. Die News Corp.-Aktie legte im vergangenen Jahr um fast 200 Prozent zu.

3. Disney Corp: + 110 Prozent

Der dritte Platz unter den erfolgreichsten großen Medienaktien der vergangenen zwölf Monate ging an den inzwischen mit 64 Milliarden bei weitem wertvollsten Medienkonzern der Welt – Walt Disney. Der im US-Traditionsindex Dow Jones gelistete Unterhaltungsriese überbot mit einem Nettogewinn von 844 Millionen Dollar im Weihnachtsquartal zuletzt die Analystenerwartungen.  

4. Sony + 102 Prozent

Ebenfalls im Aufwärtstrend befindet sich der japanische Elektronikriese Sony. Der CD-Pionier, der vor drei Jahrzehnten den Siegeszug der Compact Disc einleitete, konnte seinen Aktionären im zuletzt abgelaufenen Quartal wieder dreistellige Gewinne präsentieren. Genauso verhielt es mit der Aktie, die binnen der vergangenen zwölf Monate um 102 Prozent zulegte.

5. TimeWarner + 60 Prozent

Lediglich bei Aktionären des einst mit Abstand wertvollsten Medienkonzerns der Welt dürfte sich die Begeisterung in Grenzen halten. Trotz der Abspaltung des ewigen Sorgenkindes AOL konnte die Time Warner-Aktie weniger zulegen als die US-Benchmark, der marktbreite S&P 500.

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