Weimer: Antrittsbesuch beim Focus

Intellektuelle Debatten und ein "Jahr der Veränderung": Die Süddeutsche Zeitung hat einige Details über den Antrittbesuch des künftigen Focus-Chefredakteurs Wolfram Weimer bei der Redaktion in München erfahren. Weimer, der noch bis September von Berlin aus als "Entwicklungschef" tätig ist, soll den Chefs und Ressortleitern des Magazins eröffnet haben, künftig an einem "Leuchtturm des bürgerlichen Deutschlands" mitzuwirken. Nebenbei habe er den Relaunch unter Helmut Markwort als "Schritt in die richtige Richtung" gelobt.

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Diese Überarbeitung wurde in Branchenkreisen als Affront gegen Weimer gedeutet, dem Herausgeber Markwort womöglich seine ungebrochene Machtposition im Burda-Verlag demonstrieren wollte. Die SZ weiß zu berichten, dass Weimer dem 73 Jahre alten Markwort ein Buch mit dem Titel "Antike ohne Ende" mitgebracht hat, angeblich garniert mit dem Satz: "Nun beginnt die Renaissance".
Die Deutung dieser mutmaßlichen Anspielung würde wahrscheinlich einer der "intellektuellen Debatten" ähneln, die der frühere Chef von Welt und Cicero nun auch im Focus ansiedeln möchte. Der Focus, versicherte Weimer, werde aber ein Nachrichtenmagazin bleiben.

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