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GWA: leichte Erholung am Werbemarkt

Gute Aussichten für Werber: Die Ergebnisse des Frühjahrsmonitor des Gesamtverbands Kommunikationsagenturen (GWA) zeigen, dass die Branche für das laufende Jahr mit einem leichten Anstieg des Umsatzes von drei Prozent rechnet, die Rendite wird bei über 16 Prozent erwartet. Zum Vergleich: Für 2009 wurde ein Umsatzminus von mehr als fünf Prozent registriert, die Rendite lag durchschnittlich bei minus 27 Prozent. Trotz der positiven Prognose rechne man aber weiterhin mit einem Anstieg des Kostendrucks.

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Über die Hälfte der Befragten (65 Prozent) gab an, dass sie für ihre Agentur derzeit mit einem erhöhten Kostendruck im Vergleich zum Vorjahr rechnen. Im vergangenen Jahr waren es noch 90 Prozent gewesen.
"Agenturen haben eine wichtige Rolle im Marketingprozess und brauchen eine solide wirtschaftliche Basis um strategisch und kreativ ein hohes Niveau zu halten", sagt GWA Präsident Peter John Mahrenholz (CEO Draftfcb Deutschland). "Das gilt angesichts der steigenden Komplexität der Märkte immer mehr. Nur mit Investitionen, beispielsweise in Top-Talente, können Agenturen auch in Zukunft ihre maßgebliche Rolle zwischen Marke und Konsument ausfüllen."
Über Projekthonorare erzielen die Studien-Teilnehmer den meisten Umsatz (45,2 Prozent), gefolgt von Pauschalhonoraren (25,7 Prozent) und Provision (15,1 Prozent). Auf knapp acht Prozent wurde der Anteil erfolgsbasierter Vergütung beziffert.

In Bezug auf die Personallage gaben 57 Prozent der befragten Agenturen an, auf die Krise mit betriebsbedingten Kündigungen reagiert zu haben, 28 Prozent stellten auf Kurzarbeit um. Mehr als ein Drittel der Agenturen gab jedoch an, neue Mitarbeiter eingestellt zu haben. Dies nehmen sich 55 Prozent der Befragten zum Vorbild für das laufende Jahr.

Für die Energie- und Internet-Wirtschaft (62 Prozent und 57 Prozent) rechnen die Agenturen mit einer Erhöhung der Investitionsbereitschaft. Für die Textilbranche erwarten lediglich sechs Prozent eine Verstärkung im Bereich Marketing-Kommunikation.

Im vergangenen Jahr war es vor allem die Automobil-Industrie – der Abwrackprämie sei dank – die am stärksten zum Gesamtumsatz (16 Prozent) der Agenturen beigetragen hat. Die Nahrungs- und Genussmittelbranche war mit 11 Prozent beteiligt, der Einzelhandel und die Pharmaindustrie steuerten jeweils mit acht Prozent dazu bei.

Die Befragten (90 Prozent) sind sich einig, dass die Bedeutung von Social Media für die Marketing-Kommunikation zunehmen wird. Knapp die Hälfte (47 Prozent) ordnet Social Media aber als Ergänzung zu bereits vorhandenen Kommunikationsmöglichkeiten zu. Dreiviertel der Agenturen haben bereits Projekte in dem Bereich realisiert, die meisten (75 Prozent) nutzen Social Media als Recruiting-Instrument.

Der GWA zeigt in ihren halbjährlich erscheinenden Monitoren die Ergebnisse einer Befragung der führenden deutschen Werbe- und Kommunikationsagenturen. Geschäfts-, Kosten- und Rendite-Entwicklung der Agenturen sowie Sonderthemen werden darin abgebildet und gelten für die Werbebranche als repräsentativ, da die GWA mehr als 80 Prozent des relevanten Agenturmarktes abbildet.

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