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Oscar-Gewinner: die wichtigsten Facts

In der Nacht zum Montag wurden in Hollywood zum 82. Mal die Oscars verliehen. Christoph Waltz gewann als bester Nebendarsteller einen der begehrten Academy Awards. Für die größte Überraschung sorgte aber Kathryn Bigelow. Sie erhielt als erste Frau in der Kategorie "Regie" einen Oscar für ihr Drama "The Hurt Locker", das ebenfalls als bester Film ausgezeichnet wurde und damit den Science-Fiction-Film "Avatar" ihres Ex-Manns James Cameron ausstach. MEEDIA nennt die wichtigsten Facts zu den Oscar-Gewinnern.

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Für den Österreicher Christoph Waltz ist es der erste Oscar. Er erhielt die Trophäe für seine Darstellung als SS-Oberst in Quentin Tarantinos "Inglourious Basterds". Damit setzte sich der 53-Jährige gegen Matt Damon, Woody Harrelson, Christopher Plummer und Stanley Tucci durch. Zuvor war Waltz für diese Rolle beim Filmfestival von Cannes und mit einem Golden Globe ausgezeichnet worden. Den Oscar erhielt er aus den Händen von Penelope Cruz. "Oscar und Penelope, das ist ein Über-Bingo", sagte er bei seiner Rede.
Kathryn Bigelow gilt als die Sensation des Abends. In den beiden begehrtesten Kategorien "Bester Film" und "Beste Regie" räumte die 58-Jährige einen Oscar für das Kriegsdrama "Tödliches Kommando – The Hurt Locker" ab. Der Film handelt von einer Gruppe von US-Bombenentschärfern im Irak, die nach dem Tod ihres Vorgesetzten einen neuen Sergeant zugeteilt bekommen, der mit seiner draufgängerischen Art zunächst für Spannungen im Team sorgt. Der Film, der Produktionskosten von 15 Millionen Dollar aufweist, war kommerziell kein großer Erfolg. Hierzulande lief der Film am 13. August 2009 in den Kinos an. "The Hurt Locker" wurde neun Mal nominiert und erhielt letztlich ingesamt sechs Oscars in den Kategorien "Bester Film", "Beste Regie", "Bestes Original-Drehbuch", "Bester Schnitt", "Bester Ton" und "Bester Ton-Schnitt". Damit stach Bigelow den erfolgreichsten Film aller Zeiten und damit als Favoriten geltenden Science-Fiction-Streifen "Avatar – Aufbruch nach Pandora" aus, den ihr Ex-Mann James Cameron produziert hatte.
Im Vorfeld der Verleihung hatte das Verhalten von Nicolas Chartier für Aufruhr gesorgt. Der ebenfalls für den Oscar nominierte Produzent soll der Jury E-Mails geschickt haben, in denen er sie beeinflussen wollte, nicht für den Kassenschlager "Avatar", sondern für die Independent-Produktion "The Hurt Locker" zu stimmen. Er wurde daraufhin von der Oscarverleihung ausgeladen.  
"Avatar", der ebenfalls  neun Mal nominiert war, gewann insgesamt drei Academy Awards in den Kategorien "Kamera", "Ausstattung" und "Spezial Effekte".
Als beste Hauptdarstellerin wurde Sandra Bullock für ihre Rolle in "The Blind Side" ausgezeichnet. Es ist der erste Oscar für die 45-Jährige US-Schauspielerin, deren Mutter eine Deutsche war. Bullock spielt in dem Film eine Mutter aus der Oberschicht, die einen obdachlosen, schwarzen Jungen aufnimmt. Sie fördert sein Football-Talent, so dass er später sogar ein Stipendium dafür erhält. Besonders kurios: Einen Abend zuvor wurde Bullock für ihre schauspielerische Leistung in der Komödie "Verrückt nach Steve" mit der "Goldenen Himbeere" ausgezeichnet. Es handelt sich dabei um eine Art Gegen-Oscar, der traditionell einen Abend vor der Verleihung der Academy Awards verliehen wird und die schlechtesten Leistungen in der Branche auszeichnet.
Für Jeff Bridges war es ebenfalls der erste Oscar. Der 60-Jährige wurde für seine Rolle in dem Film "Crazy Heart" als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet, für die er zuvor den Golden Globe erhielt. Bridges spielt darin einen abgehalfterten Country-Sänger, der sich auf seiner Tour in eine Journalistin verliebt. Letzte Woche startete der Film in den deutschen Kinos. Bridges war bereits fünf Mal für einen Academy Award nominiert.  
Die deutsche ARD-Kopoduktion "Das weiße Band" war zwar in den Kategorien "Beste Kamera" und "Bester ausländischer Film" nominiert, ging jedoch leer aus. Zuvor war er mit dem Golden Globe als bester fremdsprachiger Film ausgezeichnet worden.


Die Preisträger im Überblick:
Bester Film: "Tödliches Kommando – The Hurt Locker"
Hauptdarstellerin: Sandra Bullock ("The Blind Side")
Hauptdarsteller: Jeff Bridges ("Crazy Heart")
Nebendarstellerin: Mo’Nique
Nebendarsteller: Christoph Waltz ("Inglourious Basterds")
Regie: Kathryn Bigelow ("The Hurt Locker")
Nicht-englischsprachiger Film: "El Secreto de Sus Ojos"
Adaptiertes Drehbuch: Geoffrey Fletcher ("Precious")
Original-Drehbuch: Mark Boal ("The Hurt Locker")
Kamera: Mauro Fiore ("Avatar")
Schnitt: Bob Murawski und Chris Innis ("The Hurt Locker")
Ausstattung: Rick Carter, Robert Stromberg und Kim Sinclair ("Avatar")
Kostümdesign: Sandy Powell ("The Young Victoria")
Ton: Paul N.J. Ottosson und Ray Beckett ("The Hurt Locker")
Ton-Schnitt: Paul N.J. Ottoson ("The Hurt Locker")
Make-Up: Barney Burman, Mindy Hall und Joel Harlow ("Star Trek")
Spezial-Effekte: Joe Letteri, Stephen Rosenbaum and Andrew R. Jones ("Avatar")
Visuelle Effekte: "Avatar"
Filmmusik: Michael Giacchino ("Oben")
Original-Song: Ryan Bringham und T Bone Burnett "The Weary Kind" ("Crazy Heart")
Kurzfilm: Joachim Back und Tivi Magnusson ("The New Tenants")
Animationsfilm: "Oben"
Animations-Kurzfilm: Nicolas Schmerkin ("Logorama")
Dokumentarfilm: Louis Psihoyos und Fisher Stevens ("The Cove")
Kurz-Dokumentarfilm: Roger Ross Williams und Elinor Burkett ("Music by Prudence")

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