Facebook bestätigt Börsenpläne

Klare Ansage vom Facebook-Gründer: Das mit Abstand größte Social Network der Welt will an die Wall Street. "Das sehen die Verträge mit unseren Angestellten und Investoren vor", macht der erst 25-jährige Gründer Mark Zuckerberg gegenüber dem "Wall Street Journal" in einer länglichen Exklusiv-Geschichte klar. Die renommierte US-Wirtschaftszeitung berichtet zudem, dass Investoren auf einen weitaus höheren Börsenwert spekulieren als angenommen – 40 Milliarden Dollar sind im Gespräch.

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Klare Ansage vom Facebook-Gründer: Der Weg des mit Abstand weltgrößten Social Networks geht an die Wall Street. "Das sehen die Verträge mit unseren Angestellten und Investoren vor", macht der erst 25-jährige Gründer Mark Zuckerberg gegenüber dem "Wall Street Journal" in einer der länglichen Exklusiv-Geschichte klar. Die renommierte US-Wirtschaftszeitung berichtet zudem, dass Investoren auf einen weitaus höheren Börsenwert spekulieren als angenommen – 40 Milliarden Dollar sind im Gespräch.

Die mutmaßlich größte Erfolgsstory des Internets seit dem Börsengang von Google nimmt Konturen an. Erstmals hat Facebook-Gründer Mark Zuckerberg bestätigt, dass er einen Gang an die Börse nicht nur in Erwägung zieht, sondern klar beabsichtigt. "Wir werden an Börse gehen, weil das schon die Verträge mit unseren Investoren und Mitarbeitern vorsehen", diktierte der erst 25-jährige Firmengründer  dem "Wall Street Journal".

Dem wohl renommiertesten Titel aus dem Murdoch-Portfolio gewährte Zuckerberg für die Seite-Eins-Story Einblicke in die Firmenentwicklung. "Das Unternehmen ist definitiv so aufgebaut, dass ich und die anderen Gründer eine Menge Kontrolle über Facebook haben", gibt Zuckerberg zu, der mehr als ein Viertel der Anteile hält und für drei der fünf Aufsichtsratsitze stimmberechtigt ist.

Milliardengrenze soll beim Umsatz schon diesen Jahr fallen

Diese Kontrolle ist auch der Grund, warum das boomende Social Network von drängelnden Investoren bislang nicht zum IPO zu bewegen war – Zuckerberg formt das kalifornische Unternehmen, bis es Börsenreife besitzt. Das soll nach Einschätzungen von Investoren, die sich zuletzt Anteile an Facebook sicherten, erst nächstes Jahr der Fall sein, berichtet Jessica Vacellaro, Technologiereporterin des "Wall Street Journals".

Dann nämlich dürfte ein nachhaltig profitables Facebook auch Umsätze im Milliarden-Bereich vorweisen können. Aus Unternehmenskreisen war zu hören, dass Facebook 2010 bereits zwischen 1,2 und 2 Milliarden Dollar erlösen will. Fortgeschrieben ins nächste Jahr könnte das in einer turmhohen Bewertung gipfeln, zitiert die WSJ-Technologiereporterin mit der Sache vertraute Kreise.

Analysten: Börsenwert von 100 Milliarden Dollar in 2015 möglich

"Investoren, die jetzt Facebook-Aktien kaufen oder Zugang zum Investment suchen, erwarteten bei einem Börsengang eine Bewertung von 35 bis 40 Milliarden Dollar", zitiert Jessica Vascellaro. 35 bis 40 Milliarden Dollar? Damit erscheint die vermeintliche Mondbewertung von 15 Milliarden Dollar aus dem Herbst 2007, als Microsoft sich ein 1,6 Prozent-Anteil sicherte, vergleichsweise mickrig.
 
Tatsächlich würde Facebook in dieser Größenordnung eine andere Dimensionen durchbrechen. Als Google 2004 als erster großer Internetkonzern nach dem Platzen Dot.com-Blase an die Wall Street strebte, wurde Suchmaschine aus dem Stand mit 27 Milliarden Dollar bewertet. Heute sind es 177 Milliarden. Entsprechend gibt es auch Analysten, die die Grenze eines börsengelisteten Facebooks nicht hoch genug ziehen können – 100 Milliarden seien bis 2015 denkbar, zitiert Vascellaro.     

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