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Riekel wirft Stern „Scheinheiligkeit“ vor

Am Mittwochnachmittag hat Burda auf die Vorabmeldung des Hamburger Magazins Stern über neue Details der Spitzel-Affäre reagiert. Bunte-Chefredakteurin Patricia Riekel erklärt dazu: "Die rein wettbewerblich motivierte Scheinheiligkeit des Stern-Berichts zeigt sich daran, dass er Recherchen über das Privatleben von Politikern verurteilt, der Stern aber andererseits ausführlich (...) über das Privatleben von Politikern berichtet."

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Weiter heißt es: "Mit Befremden stellt Bunte fest, dass der Stern erneut einen Bericht veröffentlicht, in dem der Eindruck erweckt wird, Bunte hätte Politiker systematisch ‚ausgespäht‘. Das trifft nicht zu." Richtig sei dagegen: "In zwei Fällen wurden Bunte von der Agentur CMK Fotos angeboten, die dann auch veröffentlicht wurden. Es gab dazu jedoch keinen Auftrag. In einem anderen Fall erhielt die Agentur CMK einen Fotoauftrag von Bunte." Das Foto sei mit ausdrücklichem Einverständnis des Politikers und seiner Begleitung zustande gekommen.
Der Stern erwecke den Eindruck, dass Berichte aus dem Privatleben von Politikern nicht statthaft wären. Als Beispiele für Stern-Berichte über Privates bei Politikern listet die Bunte die Fälle Müntefering, Lafontaine, Seehofer, Verheugen und Wulff ("siehe u.a. Stern 33/2007 Titelgeschichte „ Ehefrau oder Geliebte. … Es ist nun einmal so, dass viele Männer neben ihrer Ehe auch noch ein Privatleben führen. Blöd nur, wenn’s auffliegt. Und ER sich entscheiden muss“).
Der Bericht enthalte auch Fotomaterial der Agentur CMK. Stern-Chefredakteur Thomas Osterkorn hatte bereits in der vergangenen Woche erklärt, dass auch der Stern nicht exklusive Fotos im Rahmen von Zweitdruckrechten erworben hat, gleichzeitig aber betont, dass man der Agentur niemals einen Rechercheauftrag gegeben habe, wie dies bei den umstrittenen Beobachtung auf Initiative der Bunten der Fall war.

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