Schneider fordert „Schluss mit Ultimate Fighting“

Seit längerem steht das DSF-Format "Ultimate Fighting" unter Beobachtung. Jetzt unternimmt Norbert Schneider, scheidender Chef der Landesanstalt für Medien in Düsseldorf, einen letzten Versuch, die Sendung aus dem deutschen Fernsehen zu verbannen. Es verstoße gegen die Menschenwürde. "Wir müssen härter werden", sagte der 69-Jährige der SZ.

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"Wir werden prüfen, ob die gezeigten Bilder die Menschenwürde verletzen. Ich glaube nicht, dass man hinnehmen muss, wenn im Fernsehen Bilder zu sehen sind, wie sich Menschen halbtot schlagen", begründet Schneider seinen Vorstoß. "Ultimate Fighting" wäre das erste Format im deutschen TV, dass wegen Verletzung der Menschenwürde verboten werden würde.
Dazu seien neue Richtlinien geplant, Schneider geht davon aus, das übliche langwierige Verbotsverfahren abkürzen zu können. "In diesem Fall kommen wir ohne Gutachten aus", so Schneider. Mit Wolf-Dieter Ring, dem Präsidenten der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), will der Düsseldorfer Medienkontrolleur ein gemeinsames Vorgehen abstimmen. "Wenn Düsseldorf und München zusammen gehen, sieht das nach Erfolg aus", zitiert die Süddeutsche Schneider.
Zudem will Schneider mit den neuen Richtlinien private Sender verpflichten, 30 Millionen Euro nachweislich in die Nachrichtenredaktionen zu stecken. Gespräche, etwa mit der ProSiebenSat.1-Gruppe, die den News-Kanal N24 abstoßen will, sollen in Kürze aufgenommen werden.

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