Paid Content funktioniert bei Top-Stars

Verlage versprechen sich eine große Zukunft auf dem iPhone sowie dem iPad. Sie hoffen auf den Durchbruch von Paid Content, weil Nutzer für Apps bezahlen. Doch die alte Journalistenregel Sex Sells zählt hier nicht. Das bekam der stern bereits zu spüren und die Macher der Bild-App zittern noch. Dabei funktioniert Paid Content auf dem iPhone wunderbar: Große Künstler wie Madonna machen es vor. Sie brauchen keine Mittler mehr und machen morgen das Geschäft mit den Inhalten ganz allein.

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Verlage versprechen sich eine große Zukunft auf dem iPhone sowie dem iPad. Sie hoffen auf den Durchbruch von Paid Content, weil Nutzer für Apps bezahlen. Doch die alte Journalistenregel Sex Sells zählt hier nicht. Das bekam der stern bereits zu spüren und die Macher der Bild-App zittern noch. Dabei funktioniert Paid Content auf dem iPhone wunderbar: Große Künstler wie Madonna machen es vor. Sie brauchen keine Mittler mehr und machen morgen das Geschäft mit den Inhalten ganz allein.
Madonna hat ihre eigene Applikation in Apples App Store. Das kleine Programm für das iPhone ist ein gutes Beispiel dafür, wer in Zukunft Geld mit digitalen Inhalten verdienen wird.

Megastar Madonna braucht keine Verlage als Mittler ihrer Botschaften. Sie braucht keinen Musikverlag, keinen stationären Platten- oder Buchladen. Alles was die Dame, die sich seit ihrem ersten Album im Jahre 1983 immer wieder neu erfindet braucht, ist ein Konzertveranstalter. Live-Events lassen sich nicht digitalisieren und über das Web vertreiben. Zudem machen die Auftritte im Umsatzmix der Dame einen bedeutenden Anteil aus. Zweifel? Dann frage ich mich, warum sie 2007 ihrem Label Warner den Rücken gekehrt hat und ist zum weltgrößen Konzertveranstalter Live Nation wechselte? Was übrigens Jay Z, Shakira and Nickelback ebenfalls getan haben.

Die Madonna-App ist kostenlos, aber Fans würden die App auch installieren, wenn sie ein Preisschild hätte. Doch so ist das trojanische Pferd wahrscheinlich effektiver. In der App kann man ihre Songs und Bücher kaufen. Es gibt einen Link zu ihrem Webstore mit allerhand Merchandise-Artikel. Tourdaten finden sich ebenfalls, doch kann man (noch) keine Tickets kaufen.

Die App verwendet Push-Nachrichten, will den Ort des Nutzers verwenden, schlägt die Brücke zu Twitter und Facebook. Direkt nach dem Start, startet die Wiedergabe eines Songs. Die Macher von Mobile Roadie verstehen ihr Geschäft. Sie bieten ihre Dienste speziell Autoren, Sportlern und Musikern an. Der belgische Sänger Milow ist dabei und Dolly Parton verkauft ihre App für 79 Cent.
Zeitgleich suchen Verlage wie Axel Springer den Schulterschluss mit dem Verlegerverband, weil Apple mit seiner No-Sex-Regel angeblich die Pressefreiheit bedrohe. Doch was haben blanke Busen mit Pressefreiheit zu tun? Das Problem mit zu viel Freizügigkeit dürfte bei Madonna mittlerweile passé sein. Im Gegenteil, derartige Künstler-Apps dürften auf ganzer Linie im Interesse von Apple sein. Führen sie doch Nutzer nahtlos zu iTunes, wo sie Lieder, Filme, Videos und demnächst auch Bücher der Künstler kaufen.

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