ZDF: Bresser kritisiert Spitzel-Vergleich

Die Diskussionen über Nikolaus Brenders Stasi-Vergleich gehen weiter: Klaus Bresser, sein Vorgänger als ZDF-Chefredakteur, nannte den Vergleich falsch und unangemessen. Fritz Pleitgen, ehemaliger Intendant des WDR, kann an Brenders Kritik an der politischen Einflussnahme im ZDF "nichts Unzutreffendes feststellen". Brender hatte von einem "Spitzelsystem" wie in der ehemaligen DDR gesprochen, mit dem Zuträger im Sender an die Parteien berichten würden.

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Bresser bestätigte dem Hessischen Rundfunk aber, dass es "Zuträger der Parteien in den Sendern" gebe: "Das sind allerdings sehr wenige und die sind auch bekannt. Man weiß, mit wem man es zu tun hat."
Fritz Pleitgen verteidigte in der Bild-Zeitung seinen alten Kollegen: "Ich kann an den Feststellungen von Nikolaus Brender nichts Unzutreffendes feststellen. Er hat in Brender-Manier Schwächen des Systems deutlich benannt. Der Sache kann die Klarheit nur helfen." Pleitgen und Brender arbeiteten bis 1993 zusammen. Der ehemalige Intendant des Westdeutschen Rundfunks war damals Chefredakteur beim WDR und Brender dort Auslandschef.

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