G+J und WAZ legen „iPhone-Streit“ bei

Die Verlagshäuser Gruner + Jahr und WAZ-Mediengruppe haben ihre Kontroverse um kostenlose iPhone-Apps beigelegt. Die Geschäftsführer beider Häuser, Bodo Hombach und Bernd Buchholz, sprachen sich gegenüber dem Branchenmagazin Werben &Verkaufen (W&V) für einen "Schulterschluss der Verlage" gegen den multimedialen Ausbau von Tagesschau.de aus.

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"In diesem Punkt sind sich die Verlage WAZ-Gruppe und G+J völlig einig", heißt es einer
gemeinsamen Erklärung beider Verlagsbosse. Der Online-Ableger der  ARD-Nachrichtensendung samt App-Ausbau werde "über eine Zwangsabgabe  finanziert". Private Anbieter, "die den Marktgesetzen unterworfen sind", sollten deshalb "unabhängig davon, für welches Businessmodell sie sich entscheiden, gegen gebührenfinanzierte Apps im Schulterschluss vorgehen", so Hombach und Buchholz.
Zwischen beiden Verlagen hatte es in der vergangenen Woche einen Zwist über die strategische Ausrichtung der Verlags-Apps gegeben. Hombach hatte die Hamburger getadelt, weil diese die iPhone-Version der FTD gratis anbieten; Gruner konterte mit dem Argument, dass Hombach "Äpfel mit Birnen" vergleiche und offenbar nicht wisse, dass eine kostenpflichtige Premium-App auch für die Wirtschaftszeitung geplant sei. Nun hat man sich anscheinend wieder lieb; man weiß ja, wo der wahre Gegner steht…

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