DJV kritisiert Ebeling-Äußerungen

Der Deutsche Journalisten-Verband steigt in die Debatte um den Nachrichtensender N24 ein und kritisiert die aktuellen Äußerungen des ProSiebenSat.1-Chefs Thomas Ebeling zur Bedeutung der Nachrichten. "Fernsehnachrichten sind kein überflüssiges Luxusgut, auf das in wirtschaftlich schwierigen Zeiten verzichtet werden kann, sondern der Kern journalistischer Fernsehberichterstattung", sagte DJV-Chef Michael Konken.

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Ebeling hatte den Fortbestand von N24 in der jetzigen Form in Frage gestellt und angekündigt, die Nachrichten in den Sendern von ProSiebenSat.1 zu niedrigeren Preisen produzieren zu wollen. "Das ist eine klare Kampfansage an den journalistischen Auftrag des Privatfernsehens", sagte Konken. Die Existenzberechtigung der Privatsender leite sich nicht allein aus der Unterhaltung ab. Der DJV-Vorsitzende appellierte an den ProSiebenSat.1-Vorstand, seiner publizistischen Verantwortung gerecht zu werden: "Das geht nur über einen Ausbau von Nachrichten- und Informationssendungen, nicht über weitere Einsparungen." Es sei bedauerlich, aber möglicherweise notwendig, wenn die zuständigen Aufsichtsgremien des privaten Rundfunks den Programm-Mix aus Information und Unterhaltung innerhalb der Senderfamilie unter die Lupe nehmen müssten.

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