Öffentlich-rechtliche Sender erhöhen Online-Budget

ARD und ZDF bauen ihre Etats für Online-Aktivitäten aus. Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung will allein die ARD ihren Haushalt für Internet auf durchschnittlich 110,7 Millionen Euro pro Jahr aufstocken. Auch das ZDF hat sein Budget mehr als verdoppelt.

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Wurden für die Jahre 2004 bis 2008 über 71 Millionen Euro für Online-Aktivitäten ausgegeben, so sind für den Zeitraum 2009 bis 2012 über 157 Millionen für die Telemedien des ZDF vorgesehen.
Diese Zahlen stammen aus dem aktuellen Bericht der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalt (KEF). Dessen Vorsitzende Heinz Fischer-Heidelberger sieht die hohen Ausgaben trotz der öffentlichen Kritik als gerechtfertigt an. Seiner Meinung nach haben die Rundfunkanstalten den gesetzlichen Auftrag, Telemedien anzubieten. Daher sei es auch notwendig, dass dafür Geld ausgegeben werde.
Der Bericht legt darüber hinaus offen, dass die ARD in den vergangenen Jahren mit dem zur Verfügung stehenden Geld nicht gut gewirtschaftet. So wird kritisiert, dass ein zu erwartendes Defizit bei den Gesamtaufgaben von etwa einer Milliarde Euro noch offen stehe.
Bezüglich ZDF neo zeigt der Bericht auf, dass der Etatansatz für den aktuellen Zeitraum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 19 Mal so hoch liegt. Dafür musste 3sat aber Kürzungen in Kauf nehmen: Das Budget wurde hier von 97,8 Millionen auf 74,4 Millionen Euro reduziert.

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