Kabel Deutschland kurz vor Börsengang

Lange wurde über die Zukunft von Kabel Deutschland spekuliert. Jetzt scheint Deutschlands führender Kabel-Betreiber doch an die Börse zu gehen. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise, dass der US-Finanzinvestor Providence als Eigentümer den Verkauf an andere Private-Equity-Firmen abgesagt hat.

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Damit scheint alles auf den bereits angestrebten Börsengang hinauszulaufen. Kabel Deutschland wolle den Schritt an den Aktienmarkt in den nächsten Tagen ankündigen. Die Investment-Banken Morgan Stanley, UBS, Deutsche Bank und JP Morgan waren beauftragt worden, den Gang an die Börse vorzubereiten.
Ein Verkauf von Kabel Deutschland hätte rund 5,2 Milliarden Euro eingebracht. Mitgeboten hatten Advent, Carlyle, Bain Capital und ein Konsortium aus CVC und BC Partners. Es wäre die größte Übernahme durch Private-Equity-Firmen in Europa seit Beginn der Finanzkrise gewesen. Vom Börsengang verspricht sich der US-Finanzinvestor aber mehr – nämlich eine Bewertung in Höhe von 5,5 Milliarden Euro, abzüglich der rund drei Milliarden Euro schweren Schuldenlast.
Dennoch scheint sich Providence eine Hintertür für einen direkten Verkauf weiter offen zu halten. Womöglich versuche Providence doch noch einen Käufer zu motivieren, mehr zu bieten, sagten zwei mit den Überlegungen vertraute Personen gegenüber Reuters. An Kabel Deutschland hatte auch der Mobilfunkriese Vodafone Interesse gezeigt, aber nicht mitgeboten.

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