Microsoft-Yahoo-Allianz genehmigt

Grünes Licht für Microsoft und Yahoo: Die im Juli 2009 beschlossene Zusammenarbeit bei der Internetsuche ist vom US-Justizministerium und von der EU-Kommission genehmigt worden. Beide Unternehmen teilten mit, dass sie nun mit der Integration von Microsofts "Bing"-Suche in Yahoo-Seiten beginnen werden. Die vollständige Umsetzung, die Bing auch bei den Marktanteilen zu einem ernsthaften Google-Rivalen machen könnte, wird bis 2012 dauern.

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Die nun ohne Einschränkung genehmigte Absprache sieht vor, dass Microsofts Suchmaschine Bing mindestens für die nächsten zehn Jahre die Suche bei Yahoo übernehmen. Yahoo wird im Gegenzug die Online-Angebote von Microsoft vermarkten. Microsoft wird zwölf Prozent der Sucheinnahmen behalten, die in den ersten fünf Vertragsjahren über die Websites von Yahoo und deren Partnern erzielt werden. Dafür zahlt der Software-Konzern 88 Prozent als sogenannte "Traffic Acquisition Costs" an Yahoo.
Yahoo-CEO Carol Bartz wertet diese Allianz als "Durchbruch" und glaubt, dass ihr Unternehmen sich nun "noch besser auf unser eigenes innovatives Such-Erlebnis konzentrieren" könne. Gemeint ist wohl die Einbettung der Bing-Trefferlisten in ein redaktionelles und werbliches Umfeld, das die neue Hauptausrichtung von Yahoo sein wird.
Microsoft-Chef Steve Ballmer schwärmt von einem "Meilenstein", die Kooperation werde  "mehr Konkurrenz, mehr Qualität und mehr Innovation" nach sich ziehen.
Die Zustimmung der Aufsichts- und Kartellinstanzen in den USA und Europa war erwartet worden, weil Googles Übermacht bei Websuche und Vermarktung so überwältigend ist, dass eine Allianz der Nummern zwei und drei den Wettbewerb eher fördert als schwächt. In den USA hat Bing mit großem Marketing-Aufwand die Grenze von zehn Prozent Marktanteil überschritten.

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