Model-freie Brigitte erzielt Verkaufsplus

Die Werbekampagne und die vielen Diskussionen um die Model-freie Brigitte haben sich offenbar vorerst ausgezahlt. Die erste Ausgabe des Magazins ohne professionelle Models verkaufte sich am Kiosk laut IVW so gut wie keine Brigitte seit zwei Jahren. 395.212 Hefte der Nummer 2/2010 wechselten per Einzelverkauf ihre Besitzerin - ein Plus von 54% im Vergleich zur 1/2010. Insgesamt kratzte das Magazin mit 789.270 Verkäufen zum ersten Mal seit einem Jahr wieder an der 800.000er-Marke.

Anzeige

Ob sich die Werbekampagne und die Entscheidung, ohne Models auszukommen, aber auch langfristig auszahlen, lässt sich noch nicht abschätzen. IVW-Verkaufszahlen der folgenden Ausgaben liegen noch nicht vor. Zudem war die zweite Brigitte-Ausgabe in der Vergangenheit meistens die jeweils bestverkaufte des Jahres – wegen der Brigitte-Diät, die traditionell zu Jahresbeginn im Heft präsentiert wird. Dennoch liegt die 2/2010 auch im Vergleich zur Nummer 2/2009 mit einem Plus von mehr als 23.000 Einzelverkäufen im Soll, gab es doch im Jahr 2009 insgesamt bei Abos und Einzelverkauf einen Auflagenverlust von fast 43.000 bzw. 8,5%.

In den Jahren davor sprang die zweite Brigitte des Jahres im Einzelverkauf allerdings jeweils über die 400.000er-Marke, bis 2004 sogar über die 500.000er-Marke. Um auch mittelfristig als Erfolg verbucht werden zu können, sollten die folgenden Brigitte-Ausgaben also nicht zu sehr nach unten stürzen. So sollte sich die Gesamtauflage möglichst dauerhaft und klar über 700.000 halten. Gelingt das – und können die Auflagenverluste der vergangenen Jahre damit dauerhaft gestoppt werden – dürften die Brigitte-Chefs Andreas Lebert und Brigitte Huber ihre Model-Freiheit endgültig feiern.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige