Plagiatsaffäre bei der New York Times

Eine Plagiatsaffäre erschüttert die renommierte New York Times. Ein Reporter des Wirtschaftsteils der Zeitung hat unter anderem beim Wall Street Journal und bei Reuters ganze Textpassagen direkt übernommen, ohne die Quellen zu kennzeichnen. In einer "Editors' Note" hat die Times die Vorfälle eingestanden und klargemacht, dass es sich um eine ernsthafte Verletzung der journalistischen Standards der Zeitung handelt. Mitarbeiter des Wall Street Journal hatten die Times auf die kopierten Passagen aufmerksam gemacht.

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Laut "Editors‘ Note" wird der Vorfall bei der Times nun weiter untersucht und man will "geeignete Maßnahmen treffen, um die Integrität unseres Journalismus zu schützen", heißt es. Die abgeschriebenen bzw. kopierten Passagen betreffen offenbar Hintergrund-Infos zu eingefrorenen Konten des Wall-Street-Betrügers Bernie Madoff. Nichts Sensationelles oder Exklusives, aber trotzdem offenbar kopiert.
Neben Artikeln in der gedruckten Times hat der Wirtschaftsreporter Zachery Kouwe offenbar auch bei Artikeln für die Website NYTimes.com und bei dem Times-Blog DealBook Copy-and-Paste betrieben. Es ist nicht das erste Mal, dass Mitarbeiter der New York Times der Abschreiberei überführt werden. Im Mai 2009 wurde entdeckt, dass die New-York-Times-Kolumnistin Maureen Dowd eine ganze Passage aus einem Weblog kopiert hat.

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