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Nielsen: Ein Drittel bereit für Paid Content

Rückenwind für Döpfner & Co.: Laut einer Studie des Statistik-Experten Nielsen ist eine große Zahl von Internet-Nutzern bereit, für Online-Nachrichten zu zahlen. Die Marktforscher befragten rund 27.000 Konsumenten in 52 Staaten. Das erstaunliche Ergebnis: Etwa ein Drittel würde kostenpflichtige Web-Auftritte von Tageszeitungen nutzen. Acht Prozent geben jetzt schon Geld für Online-News aus. Die Bereitschaft, für diese Angebote in die Tasche zu greifen, nehme aber mit zunehmendem Alter ab.

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"Viele Konsumenten sind bereit, für Online-Inhalte zu zahlen, sofern diese hochwertig sind. Außerdem ziehen Nutzer weiterhin professionell erstellten Content dem von Amateuren vor", zitiert die Financial Times Nic Covey, der die Nielsen-Umfrage verantwortete. Das Umfrageergebnis sei ein hoffnungsvolles Zeichen für die Verlage im Nachrichten-Segment.
Dennoch: 85 Prozent der Befragten sprachen sich dafür aus, dass Angebote, die jetzt kostenfrei zur Verfügung gestellt werden, auch weiterhin gratis erhältlich bleiben sollten. Die Nutzer in Nordamerika und Europa seien am wenigsten bereit für Online-Inhalte zu zahlen. Nielsen mutmaßt, dass dies womöglich an der Tatsache liege, dass in diesen Regionen die Gratis-Kultur im Netz am längsten vorherrsche.
Die größte Zahlungsbereitschaft zeige sich bei TV-Sendungen, Kinofilmen, Musik und Spielen. Doch auch hier weigert sich etwa die Hälfte der Befragten, für die Angebote Geld auszugeben. Für Magazininhalte würden Leser eher zahlen als für solche von Tageszeitungen. Für reine Online-Medien ist die Kaufbereitschaft am geringsten.
Die meisten Befragten befürworten Micropayment als Zahlungsart. Inhalte hinter einer Bezahlschranke sollten im Gegenzug allerdings werbefrei bleiben.

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