Merkel und die stummen Chefredakteure

In der SZ-Serie "Wozu noch Journalismus?" fordert "Freitag"-Verleger Jakob Augstein mehr kritische Distanz zur Macht und erzählt dazu eine interessante Geschichte: Am 8. Oktober 2008, zu Beginn der Finanzkrise, habe Bundeskanzlerin Angela Merkel die wichtigsten Chefredakteure in Berlin versammelt und sie gebeten, zurückhaltend über die Krise zu berichten und keine Panik zu schüren.

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Dass es zu diesem Treffen bis heute nur versteckte Hinweise gibt, gilt Augstein als Beleg für ein zweifelhaftes Berufsverständnis. Augstein: "Man sollte sehr hellhörig werden, wenn Journalisten anfangen, sich auf ihre Verantwortung zu berufen. Sie haben nur eine einzige: der Wahrheit gegenüber."

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