Paid Content: Löst Flattr das Verlagsproblem?

Den Nutzern von Online-Inhalten wird generell Geiz attestiert. Doch vielen sind die Prozeduren zur Begleichung kleiner Beträge im Internet bisher schlichtweg viel zu kompliziert – verglichen mit der Zahlung per Münze. Das Start-up Flattr zeigt einen Weg, wie Websites trotzdem Geld verdienen können: Der soziale Micropayment-Service des Pirate Bay-Gründers Peter Sunde verteilt das Geld zahlungswilliger Spender auf Web-Sites. Auf diese Weise ließen sich auch journalistische Inhalte bezahlen.

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Das Verfahren von Flattr: Nutzer, die grundsätzlich für Inhalte zahlen möchten, überweisen einen monatlichen Geldbetrag von mindestens zwei Euro an das Flattr-Konto. Flattr stellt einen virtuellen Knopf zur Verfügung, den Website-Betreiber in ihre Seiten integrieren können. Gefällt einem Besucher der Seite der Inhalt, klickt er auf den Flattr-Knopf (engl. flatter = schmeicheln). Schließlich überweist Flattr aus dem zentralen Topf abhängig von der klickgezählten Popularität einer Seite einen anteiligen Betrag an dessen Betreiber.

Die Knopf-Idee ist nicht neu. Das bekannteste Beispiel dürfte Digg sein oder der I-like-Button, mit dem Nutzer Web-Inhalte bewerten konnten. Neu ist es, diese Technik auch zur Vergütung von Inhalten einzusetzen. Die Praxistauglichkeit von Flattr könnte sich schon sehr bald erweisen. Der Service wird voraussichtlich Ende März aus der Beta-Phase in den Regelbetrieb wechseln. Um als Grundlage für ein neues Erwerbsverfahren im Internet zu dienen, müssten sich dann sehr viele Spender bei Flattr zusammenfinden.

Flattr-Gründer Sunder sagte gegenüber der BBC einschränkend: "Wir möchten viele Leute dazu bringen, sowohl Geld als auch Content zu teilen. Es handelt sich um einen Test, um herauszufinden, ob dies eine funktionierende Methode für echtes Micropayment ist."

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