NYT und das Gerücht eines Gerüchts

Wie die Twitter-Frage nach einem Gerücht eine Lawine von Spekulationen auslöst: SZ-Korrespondent Thomas Schuler erzählt eine bestürzende Geschichte aus der vernetzten Medienwelt. Im Zentrum steht David A. Paterson, Gouverneur des Bundesstaates New York, sowie die Vermutung, die New York Times wisse etwas über ihn.

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Ein Medienjournalist des New York Observer twitterte 5. Februar die Frage in die globale Runde, ob jemand etwas über einen "Bombeneinschlag der NYT über Paterson" gehört habe. Das genügte, um eine ganze Armada von Qualitäts- und Boulevardmedien in ein Spekulationsspiel zu schicken, worum (Sex, Drogen?) es sich drehen könnte. 
Inzwischen erklärte die NYT, dass sie nicht dafür verantwortlich sei, was andere berichten, und sprach vom "Gerücht eines Gerüchts". Die Redakteurin der Times erklätrte, ihr Porträt werde keine "schlüpfrigen Gerüchte" enthalten, aber sie werde den Gerüchten auch nicht entgegentreten. Womit die Gerüchte wohl dauergaft in der Welt sind.

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