Boudgoust verteidigt Tagesschau.de-Pläne

Der ARD-Chef Peter Boudgoust hat gegenüber der SZ den Dreistufentest für Tagesschau.de verteidigt: Dieser diene der "Abwägung zwischen den Interessen der Allgemeinheit und den Interessen unserer publizistischen Wettbewerber, denen die EU gerade keine Schutzräume einräumt". Verlegerverbände hatten die sich abzeichnende uneingeschränkte Zustimmung zu den digitalen Expansionsplänen der ARD als "absolut unglaublichen Vorgang" bezeichnet.

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In seinen – offenbar schriftlichen – Äußerungen schälägt Bougoust einen scharfen Ton an: Es sei "offenbar üblich geworden, die Gremien während des Dreistufentest-Verfahrens zu beeinflussen". Das weitgehend nicht-öffentliche Verfahren zur Prüfung eines "Telemedienangebots" ist allerdings gerade gegenstand der Kritik durch private Medienunternehmen. VDZ-Geschäftsführer Wolfgang Fürstner hatte die Tagesschau.de-Pläne des NDR als "Kampfansage an alle frei finanzierten Medien" gewertet.

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