Schwacher Start für Oliver Geissens „18“

Das war wohl nichts: Die etwas sehr uninspirierte 70er-80er-90er-Show-Abklatsch "18 - Die beste Zeit meines Lebens" hat eindeutig nicht genug Leute interessiert. Nur 1,70 Mio. 14- bis 49-Jährige sahen den Auftakt der Reihe - ein völlig unbefriedigender Marktanteil von 14,8%. Besser lief es zuvor für "Wer wird Millionär?", das sich mit 2,18 Mio. und 18,0% den Tagessieg holte. Sehr zufrieden können RTL II und Das Erste sein, im Gesamtpublikum gewann das ZDF mit "Mainz bleibt Mainz".

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Der Freitag bei den 14- bis 49-Jährigen:
Zwar belegt "18 – Die beste Zeit meines Lebens" mit den 1,70 Mio. jungen Zuschauern noch Platz 3 in den Tages-Charts, doch das liegt weniger an guten Zahlen, sondern eher daran, dass sich das Publikum sehr auf die verschiedenen Sender aufgeteilt hat und keiner der Kontrahenten übermäßig starke Prime-Time-Quoten erzielen konnte. Vor "18" finden sich noch der Tagessieger "Wer wird Millionär?" und "Gute Zeiten, schlechte Zeiten". Dass die Zuschauerhits in der Prime Time ausblieben, zeigt auch die Tatsache dass RTLs Nachmittags-Trash "Familien im Brennpunkt" mit 1,47 Mio. 14- bis 49-Jährigen Platz 6 des Freitags-Rankings belegt. Halbwegs mithalten konnte mit RTL im Abendprogramm ProSieben: Für "The Rock" entschieden sich 1,67 Mio. Werberelevante (13,8%).

Keine Chance hatte hingegen erneut Sat.1: Neben der wie immer schwachen "Schillerstraße" (1,02 Mio. / 8,4%) blieben auch "Ladykracher" (1,18 Mio. / 9,5%) und "Pastewka" (1,19 Mio. / 9,9%) erneut unter der 10%-Marke. Am schwächsten schnitt aber "Die Oliver Pocher Show" ab – mit 0,68 Mio. 14- bis 49-Jährigen und nur 6,7%. In der zweiten Liga gibt es hingegen strahlende Gesichter – und zwar vor allem bei RTL II. SO schoss "The Fast and the Furious" mit 1,41 Mio. 14- bis 49-Jährigen auf extrem gute 11,6%, "Cliffhanger" holte sich im Anschluss noch 9,2%. Vox erreichte unterdessen solide 8,0% und 7,5% mit "CSI: NY" und "The Closer", um 19 Uhr aber sehr starke 12,3% mit "Das perfekte Dinner". Bei kabel eins blieb wieder nur "Cold Case" über dem Soll – mit 6,4%. "Ghost Whsiperer" schwächelte hingegen mit 4,9%, "Medium" kam zu späterer Stunde nur auf 4,2%.

Bei den öffentlich-rechtlichen lockte nicht "Mainz bleibt Maint, wie es singt und lacht" die meisten jungen Zuschauer an, sondern die ARD-Romanze "Nora Roberts: Verschlungene Wege". 1,36 Mio. 14- bis 49-Jährige führten den Film auf hervorragende 11,1%. Zuvor gab es schon 10,2% für die 20-Uhr-"Tagesschau", im Anschluss noch 9,9% für den "Tatort". "Mainz bleibt Mainz" blieb parallel dazu auf üblichem Karnevals-Niveau – und das ist im jungen Publikum nunmal eher schwach: 0,54 Mio. reichten für 5,1%.

Der Freitag im Gesamtpublikum:
Insgesamt lief es für "Mainz bleibt Mainz" hingegen hervorragend: 6,58 Mio. Jecken waren ab 20.15 Uhr im ZDF live dabei – ein toller Marktanteil von 23,7% und die höchste Karnevals-Zuschauerzahl des bisherigen Jahres 2010. Geschlagen geben musste sich damit auch "Wer wird Millionär?", das 5,64 Mio. (17,1%) der ZDF-Prunksitzung vorzogen, sowie der ARD-Film "Nora Roberts – Verschlungene Wege", der mit 4,55 Mio. und 13,7% im Gegensatz zum jungen Publikum nur im Mittelmaß landete.

Noch nicht so richtig erfolgreich war die erste Olympia-Live-Übertragung: Die Qualifikation zum Skispringen sahen im Ersten ab 19 Uhr nur 2,92 Mio. Fans (10,8%). "18 – Die beste Zeit meines Lebens" hatte bei RTL noch weniger Zuschauer: 2,76 Mio. reichten um 21.15 Uhr nur für völlig unbefriedigende 9,2%. Zufriedener kann ProSieben sein: "The Rock" erreichte mit 2,54 Mio. vergleichsweise bessere 7,9%. Bei Sat.1 lockte "Pastewka" als stärkstes Prime-Time-Programm gerade mal 1,68 Mio. Fans an, damit musste sich der Sender auch Vox und RTL II geschlagen geben. Bei Vox kam "CSI: NY" auf 1,79 Mio. Seher, bei RTL II "The Fast and the Furious" auf 1,76 Mio. kabel eins übersprang im Abendprogramm nur mit "Cold Case" die Mio.-Marke: 1,18 Mio. sahen um 21.10 Uhr zu. Und schließlich: Bei arte sorgte die restaurierte Fassung von "Metropolis" für erhöhtes Zuschaueraufkommen: 0,71 Mio. sahen zu – ein für arte toller Marktanteil von 2,4%.

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