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Das Comeback der US-Medienriesen

Die US-Quartalssaison geht zu Ende. Zum Abschluss unterstrichen zwei große Traditionsunternehmen der Medienbranche, dass der Wind gedreht hat und Aufschwung nachhaltig zu sein scheint. Sowohl Disney als auch Viacom konnten ihren Anteilseignern diese Woche besser als erwartete Unternehmensergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr vorlegen. Anleger reagierten allerdings wie auch schon bei bei Techaktien verhalten – die guten Ergebnisse schienen bereits eingepreist.

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Die US-Quartalssaison geht zu Ende. Zum Abschluss unterstrichen zwei große Traditionsunternehmen der Medienbranche, dass der Wind gedreht hat und Aufschwung nachhaltig zu sein scheint. Sowohl Disney als auch Viacom konnten ihren Anteilseigner diese Woche besser als erwartete Unternehmensergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr vorlegen. Anleger reagierten allerdings wie auch schon bei bei Techaktien verhalten – die guten Ergebnissen schienen bereits eingepreist. 

Es waren Worte für die Ewigkeit. "Ohne jede Frage befinden wir uns im ausgeprägtesten Abschwung seit mindestens einer Generation. Wahrscheinlich bin ich hier sogar der Einzige, der sich an schlimmere Zeiten erinnern kann". Das hatte vor exakt einem Jahr niemand anderes als ein Ur-Gestein der US-Medienbranche verkündet, nämlich der bereits 85-jährige Chairman vom US-TV-Riesen Viacom. Keine Frage: Sumner Redstone dachte an die schwere Wirtschaftskrise der 30er-Jahre.

Doch was für einen Unterschied ein Jahr machen kann! Gestern vor Handelseröffnung an der Wall Street legte der US-Unterhaltungskonzern, zu dem u.a. der Musiksender MTV gehört, weitaus besser als erwartete Geschäftszahlen für das abgelaufene Quartal vor. Nach nur 173 Millionen Dollar oder 28 Cents je Aktie im Vorjahr verdiente Viacom zwischen Oktober und Dezember nunmehr 694 Millionen Dollar oder 1,09 Dollar je Aktie. Analysten hatten lediglich mit einem Gewinn je Anteilsschein in Höhe von 88 Cent gerechnet. Die Umsätze von 4,1 Milliarden Dollar entsprachen den Analystenerwartungen.

Entsprechend voll des Lobes äußerte sich Chairman Sumner Redstone zur Geschäftsentwicklung: "Unsere Ergebnisse im letzten Jahr sind außergewöhnlich und unterstreichen den Wert von wohl überlegter Strategie und Ausführung. Trotz aller wirtschaftlichen Herausforderungen haben sich sowohl unsere TV-Sender als auch Filmgeschäfte extrem gut geschlagen." Das gilt besonders für die starken DVD-Abverkäufe von "Star Trek" und "Transformers 2" im Weihnachtsquartal.      

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Aktien von Viacom und Disney ohne Reaktion auf die guten Bilanzen

Auch ein anderes großes US-Medien-Unternehmen konnte seine Aktionäre im Wochenverlauf begeistern. Die Walt Disney Company vermeldete bereits am Dienstag nach Handelsschluss dank des boomenden TV-Geschäfts, zu dem u.a. der Disney Channel und ESPN, aber vor allem ABC beiträgt, besser als erwartete Ergebnisse. Bei Umsätzen von 9,7 Milliarden Dollar verdiente der im Dow Jones gelistete US-Traditionskonzern 844 Millionen Dollar.

"Wir sind mit den Ergebnissen unseres ersten Quartals zufrieden", erklärte Konzernchef Robert Iger. Anleger teilten diese Eunschätzungen trotz der guten Aussichten durch kommende Neuerscheinungen wie "Alice im Wunderland" und "Toy Story 3" nur bedingt. Die Disney-Aktie legte ebenso wie Viacom seit Bekanntgabe der Quartalzahlen kaum zu. Die guten Nachrichten scheinen angesichts der deutlichen Zuwächse des letzten halben Jahres für Aktionäre offenbar   bereits zum Gutteil eingepreist zu sein. 

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