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Sedlmayr-Mörder müssen Fotos dulden

In einem Verfahren gegen Spiegel Online hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass die verurteilten Mörder des Schauspielers Walter Sedlmayr hinnehmen müssen, dass ihre Namen und Fotos in Online-Archiven auffindbar bleiben.

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Damit bekräftigte der BGH ein Urteil vom Dezember 2009, bei dem Deutschlandradio gegen die beiden Männer Recht bekommen hatte. Die Täter waren 1993 zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt und 2007 beziehungsweise 2008 entlassen worden. Zwar sehen die Richter eine Verletzung der Persönlichkeitsrechte der Genannten und Gezeigten Männer, halten den Schutz der Pressefreiheit aber für wichtiger.
Die Urteile haben große praktische Bedeutung, weil Online-Archive bei einer anderen Entscheidung kaum noch zu pflegen gewesen wären. Eine weitere Klage der Mörder vor dem Europäischen Gerichtshof ist noch nicht entschieden.

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