Raab chancenlos: Spessart statt Oslo

Wie schade: Stefan Raabs Eurovision-Casting "Unser Star für Oslo" hat in der zweiten Woche kräftig Zuschauer verloren. 400.000 14- bis 49-Jährige schalteten nicht mehr ein, aus einem Marktanteil von 16,5% wurden 12,7%. Mit 1,63 Mio. jungen Zuschauern belegt die Show in den Dienstags-Charts nur Platz 8. Der Tagessieger heißt hingegen "Im Spessart sind die Geister los". Die Sat.1-Komödie begeisterte 2,43 Mio. 14- bis 49-Jährige (18,2%) und damit rund 800.000 mehr als das Raab-Casting.

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Der Dienstag bei den 14- bis 49-Jährigen:
"Im Spessart sind die Geister los" war damit schon der dritte eigenproduzierte Satr.1-Film, der sich in diesem Jahr riesige Quoten erkämpft hat. Im Januar punkteten "Im Brautkleid durch Afrika" und "Kein Geist für alle Fälle" – und nun also der Spessart-Spaß. Der gewann mit seinen 2,43 Mio. jungen Zuschauern auch gegen die RTL-Serien "Dr. House" und "CSI: Miami", sowie gegen den DFB-Pokal und "Unser Star für Oslo". Profitieren konnte von den 18,2% auch Ulrich Meyer: "Akte 20.10" holte sich ab 22.20 Uhr noch 14,5% und musste sich nach 22 Uhr nur "Monk" geschlagen geben.

Bei "Dr. House" und "CSI: Miami" wird es unterdessen höchste Zeit, dass endlich neue Folgen gezeigt werden. Zwar lagen die Marktanteile mit 17,3% und 17,5% auf solidem Niveau, doch die Niederlagen in der Tageswertung häufen sich und von ehemaligen Mega-Zuschauerzahlen sind die beiden Serien derzeit meilenweit entfernt. Auch "Monk" (17,4%) und "Law & Order" (18,1%) blieben im Anschluss auf ähnlichem Niveau, am Nachmittag gab es für den RTL-Trash wieder mal bis zu 28,0% ("Familien im Brennpunkt").

ProSieben kann also nicht wirklich zufrieden sein. Zwar blieb "Unser Star für Oslo" mit 12,7% über den Sendernormalwerten und "TV total" erzielte im Anschluss 13,4%, doch eigentlich hatten sich Raab und der Sender sicher deutlich mehr Publikum versprochen. Noch deutlich schwächere Prime-Time-Zahlen gab es in der kompletten zweiten Privat-TV-Liga. So blieb "Goodbye Deutschland!" (Vox) bei 5,8% hängen, "Zuhause im Glück" kam bei RTL II nur auf 5,4% und "Schluss mit Hotel Mama!", "Rosins Restaurants" und "Der Immobilienfürst" (kabel eins) schafften auch nur 4,0% bis 5,4%.

Im öffentlich-rechtlichen Fernsehen war natürlich das DFB-Pokal-Viertelfinale zwischen Bremen und Hoffenheim der größte Hit im jungen Publikum: Immerhin 1,85 Mio. 14- bis 49-Jährige sahen das 2:1 im Ersten – ein guter Marktanteil von 13,8%. Auch die 20-Uhr-"Tagesschau" (1,36 Mio. / 11,5%) und die "Sportschau"-Moderationen (1,25 Mio. / 10,5%) erreichten zweistellige Marktanteile. Das ZDF blieb mit "Karneval hoch drei" hingegen bei schwachen Zahlen hängen: 0,60 Mio. 14- bis 49-Jährige entsprechen 4,6%.

Der Dienstag im Gesamtpublikum:
Insgesamt entschied der ZDF-Karneval hingegen den Tag für sich. 5,72 Mio. schalteten "Karneval hoch drei" ein – ein sehr guter Marktanteil von 18,0%. Auch der Fußball hatte mit seinen 5,28 Mio. Fans keine Chance, ihm blieb nur der zweite Rang. Die 20-Uhr-"Tagesschau" komplettiert mit 5,15 Mio. Neugierigen auf Platz 3 das Feld der Programme, die mehr als 5 Mio. Zuschauer erreichten. Stärkste Privat-TV-Sendung war "RTL aktuell" mit 4,70 Mio. Sehern auf dem fünften Rang, in der Prime Time schlug hingegen auch hier Sat.1 RTL.

So sahen 4,56 Mio. Leute "Im Spessart sind die Geister los" – ein für Sat.1-Verhältnisse sehr guter Marktanteil von 13,9% und Platz 7 in den Tages-Charts. RTL folgt mit "CSI: Miami" (3,73 Mio.) und "Dr. House" (3,18 Mio.) erst dahinter, ProSieben schaffte es mit "Unser Star für Oslo" und 2,20 Mio. Zuschauern nichtmal in die Top 20. Noch mehr Quoten-Tristesse in der zweiten Privat-TV-Liga: "Goodbye Deutschland!" (Vox) und "Zuhause im Glück" (RTL II) sahen jeweils 1,40 Mio. Leute, "Rosins Restaurants" (kabel eins) nur 1,09 Mio.

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