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ARD plant zentrale Unterhaltungsredaktion

Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung plant die ARD, den Unterhaltungs-Koordinator Thomas Schreiber vom NDR mit einem eigenen Etat auszustatten. Dies käme der Schaffung einer zentralen ARD-Unterhaltungsredaktion gleich. Welche Sendeplätze Schreiber künftig mit welchen Formaten bespielen darf, ist freilich noch unklar. Geklärt ist dagegen, dass "Hart aber fair"-Moderator Frank Plasberg mit "Das Quiz der Deutschen" eine neue regelmäßige Sendung bekommen soll.

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Und Reinhold Beckmann soll im April zwei ARD-Jubiläums-Galas moderieren. Der ARD-Senderverbund feiert heuer 60. Geburtstag. Auch die Geburtstagsshow werden unter Federführung von Schreiber produziert. Die ARD-Intendanten haben zudem laut SZ beschlossen, weiter Boxen im Ersten zu zeigen. Den entsprechenden Vertrag mit dem Sauerland-Boxstall hat der MDR bis 2015 verlängert. Bedingung für die Übertragungen ist jedoch, dass der Boxstall mit der Anti-Doping-Agentur Nada zusammenarbeitet und regelmäßige Kontrollen der Sportler ermöglicht.

Box-Übertragungen bei ARD und ZDF wurden in der Vergangenheit immer wieder mal kritisiert, zuletzt vom Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Thomas Bach. Der sagte in einem Interview mit der Main-Post, die öffentlich-rechtlichen Sender würden "versuchen, jede zweitrangige Veranstaltung noch als Box-Nacht hochzupuschen. Und andere Sportarten oder Sportereignisse, die zehnmal höher zu bewerten sind, fallen unter den Tisch oder wandern in die Kurznachrichten." Der Vertrag des ZDF mit dem Boxstall Universum läuft aus und soll wohl auch nicht verlängert werden. Insofern hat die Entscheidung der ARD, weiter Boxsport zu zeigen, Signalcharakter.

Und noch etwas Neues gab es bei der Intendanten-Tagung. Bei den Dokumentationen könnte das Prinzip von Angebot auf Nachfrage umgestellt werden. Bisher muss ARD-Chefredakteur Thomas Baumann darauf zurückgreifen, welche Doku-Themen ihm aus den ARD-Sendeanstalten angeboten werden. Künftig könnte er womöglich bestimmte Themen direkt in Auftrag geben. Beschlossen wurde in dieser Sache aber von den Intendanten noch nichts, heißt es in der SZ.

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