Playboy unverkäuflich wegen Hefner

Die Mansion, die Partys, das Jetset-Leben: Auf das alles soll der Playboy-Vater Hugh Hefner künftig verzichten – zumindest wenn es nach dem Willen einiger erboster Aktionäre des Unternehmens geht. "Hefner führt sein gutes Leben weiter und sorgt auch noch dafür, dass es jeder erfährt", erklärte ein am Playboy beteiligtes Investmentunternehmen gegenüber dem Gossip-Portal TMZ.com. Die Vorwürfe gehen noch weiter: Der Gründer des Magazins habe zwei mögliche Verkäufe des Konzerns sabotiert.

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Die Aufregung um den alternden Bunny-Dompteur ist nachvollziehbar. Seit über einem Jahr wird nach einem liquiden Käufer für das Unternehmen gesucht. Während das Medienhaus in der Krise sei, bleibe Hefner im Rampenlicht und zeige sich bei Veranstaltungen und in der Playboy-Mansion – "mit seinen Mädchen an der Seite", ärgern sich die Aktionäre. Erst im Dezember waren hoffnungsvolle Übernahmegespräche mit dem britischen Modeunternehmen Iconix gescheitert.
Aus unternehmensnahen Kreisen war zu erfahren, dass der Deal an den überzogenen Forderungen Hefners gescheitert war. Eine von Hefners Bedingungen: ein lebenslanges Bleiberecht in der Playboy-Mansion. Viel wichtiger ist aber, dass der 83-Jährige offenbar durchsetzen wollte, dass der neue Besitzer auch die Mitarbeiter des Lizenzverkaufs übernimmt. Zuviel für das Londoner Unternehmen, Iconix brach die Gespräche ab.
Das warf den Erotik-Konzern weit zurück. Die Krise hat den Playboy fest im Griff. Obwohl jeden Monat allein in den USA noch mehr als 2,5 Millionen Exemplare verkauft werden, befindet sich die Aktie seit Jahren im Sinkflug. "Im Jahr 1999 kostete die Aktie noch 36 Dollar, heute sind es noch 3,14 Dollar (rund 2,29 Euro) – ein einzelnes Heft kostet am Kiosk das doppelte", klagen die Aktionäre.
Playboy-CEO Scott Flanders sucht nach einem neuen Käufer. Neben Iconix hatte der Konzern zeitweise offenbar mit der privaten Beteiligungsgesellschaft Golden Gate Capital über einen Kauf verhandelt. Derzeit scheint allerdings kein Interessent in Sicht.

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