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Emig-Prozess: Richterin will Fall abgeben

Die vorsitzende Richterin im Rechtsstreit zwischen dem Hessischen Rundfunk und seinem ehemaligen Sportchef Jürgen Emig vor dem Frankfurter Arbeitsgericht hat einen Befangenheitsantrag gegen sich selbst gestellt. Begründung: In den Jahren 2005 und 2006 arbeitete sie als Anwältin in einer Kanzlei, die auch den HR vertreten habe.

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Ob die Richterin den Vorsitz abgeben darf, wird jetzt in einen Ablehnungsverfahren entschieden, das über eine eventuelle Befangenheit befinden soll. Das Verfahren war 2007 für die Dauer des Strafverfahrens ausgesetzt worden. Dieses ist nun beendet, der Bundesgerichtshof bestätigte in letzter Instanz die Verurteilung Emigs zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und acht Monaten wegen Untreue und Bestechlichkeit als Amtsträger.
In dem Prozess vor dem Arbeitsgericht fordert der HR von seinem ehemaligen Sportchef 1,7 Millionen Euro. Der Beklagte widerspricht zugleich der fristlosen Kündigung, die der Sender 2005 ausgesprochen hatte. 

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