Süddeutsche schreibt 2009 rote Zahlen

Die Süddeutsche Zeitung steckt weiter tief in Problemen. Das Hamburger Abendblatt meldete am Samstag, das Blatt habe das vergangene Jahr mit Verlusten abgeschlossen und beruft sich dabei auf die Äußerung von Chefredakteur Hans-Werner Kilz bei einer Podiumsdiskussion. Angesichts der rigiden Sparvorgaben der Mehrheitsgesellschafter von der Südwestdeutschen Medien-Holding (SWMH) ist damit ein weiterer Personalabbau wahrscheinlich. Zudem ist die Nachfolge von Hans-Werner Kilz nach wie vor offen.

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Der Vertrag des 66-jährigen früheren Spiegel-Chefredakteurs läuft zum Jahresende aus. Das Hamburger Abendblatt spekuliert, dass die SWMH eine externe Neubesetzung präferiert, von den bereits bei der SZ tätigen Kandidaten würden dem kürzlich mit einem Sonderpreis bei den "Journalisten des Jahres" ausgezeichneten Politikautor Stefan Kornelius die besten Chancen eingeräumt.
Trotz einer positiven Auflagenentwicklung leidet die Süddeutsche wie alle überregionalen Qualitätszeitungen unter der Werbekrise im Allgemeinen und den rezessiven Rubrikenmärkten im Besonderen. Auch für 2010, so das Hamburger Abendblatt, erwarte SZ-Chefredakteur Kilz keine schwarze Bilanz.

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