Facebook verbannt Microsoft-Ads

Das soziale Netzwerk Facebook wird seine etwa 400 Millionen Mitglieder fortan selbst mit zielgerichteter grafischer Werbung versorgen. Ein Vertrag mit Microsoft, das bislang die Display-Ads vermarktete und auslieferte, wurde vor Ablauf ausgesetzt. Im Gegenzug erweitert Facebook eine Such-Kooperation mit der Software- und Internet-Firma: Künftig soll Bing weltweit als Standard-Suche angeboten werden.

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Microsoft, das seit 2007 zu 1,6 Prozent an Facebook beteiligt ist, verliert durch diese Abmachung einen bedeutenden Teil seiner Werbe-Reichweite, wird aber weiter Textanzeigen für die Suche auf  Facebook vermarkten. 
Eine Erklärung von Facebook begründet den Strategiewechsel mit der Absicht, herkömmliche Bannerwerbung ganz abzuschaffen: "Ad formats that feature social actions perform better and provide a better user experience since they are more consistent with the look and feel of Facebook", heißt es. "This combination of targeting and social relevance is the primary driver behind the shift in strategy."

Bing-Manager Jon Tinter erklärte andererseits erfreut, Microsofts eigene Suchmaschine werde in Kürze wesentlich mehr Funktionen bei Facebook anbieten können. Details der neuen Vereinbarung sind nicht bekannt, Experten werten die Ergebnisse aber als Erfolg für Microsoft. "Microsoft hat jetzt bessere Bedingungen als vorher", sagte Kevin Lee von der Marketingfirma Digit gegenüber Adage.com.

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