Metro-Verlag mit Rekordgewinn

Der Gratiszeitungs-Konzern Metro konnte im vierten Quartal 2009 einen Rekordgewinn von 9,3 Millionen Euro vor Steuern verbuchen. Es handelt sich um das beste Ergebnis in der Geschichte des vor 15 Jahren gegründeten Unternehmens. Damit sei bewiesen, dass sich das Geschäftsmodell "an Veränderungen im wirtschaftlichen Klima anpassen kann", erklärte Metro-CEO Per Mikael Jensen am Donnerstag.

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Nach ernüchternden Neun-Monats-Zahlen konnte das Medienhaus die Jahresbilanz deutlich aufschönen. Das operative Ergebnis für 2009 beläuft sich auf Minus 13,4 Millionen Euro im Gegensatz zum Jahresabschluss 2008, bei dem der Betrieb 20 Millionen Euro mehr kostete, als er einbrachte.
Doch die Anzeigenkrise hat das Unternehmen fest im Griff: Der Umsatz sank um 25 Prozent auf 220,2 Millionen Euro im Jahr 2009. Verantwortlich für den Gewinn im vierten Quartal ist vor allem der knallharte Sparkurs, den Metro verordnet hatte. Das Unternehmen hatte mehrere Gratiszeitungen unter anderem in Portugal, Italien sowie den USA verkauft. Ebenso wurde der Rotstift beim Personal angesetzt. Zudem zog die Konzernzentrale von London ins billigere Stockholm um. 
Per Mikael Jensen erklärte: "Wir werden unseren eingeschlagenen Sparkurs im Jahr 2010 weiter verfolgen und intensiv daran arbeiten, unseren Umsatz zu steigern. Wir gehen 2010 mit einer gestärkten Marktposition in den Wettbewerb."
Insgesamt verlegt Metro 70 Gratiszeitung in 93 Städten, in 21 Ländern in Europa, Nord- und Südamerika und Asien. Meist wird sie an Pendler verteilt. Die einzige Einnahmequelle ist das Anzeigengeschäft. Daher wurde der Metro-Verlag von der weltweiten Anzeigenkrise besonders hart getroffen.

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