AOL: Rückkehr in die Gewinnzone

Es war ein historisches, aber auch ziemlich wenig beachtetes Ereignis an der Wall Street: Die ersten Quartalzahlen von AOL in einer Dekade. Und tatsächlich: Die einstige TimeWarner-Tochter konnte sichtbare Verbesserungen präsentieren – nämlich die Rückkehr in die Gewinnzone. Allerdings war das Plus eher symbolisch: Der Internet-Inhalte-Anbieter verdiente im vierten Quartal gerade mal rund eine Millionen Dollar. Der Börse gefiel das Zahlenwerk trotzdem – Anleger sind nämlich aus der Vergangenheit vielSchlimmeres gewohnt.

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Es war ein historisches, aber auch ziemlich wenig beachtetes Ereignis an der  Wall Street: Die ersten Quartalzahlen von AOL in einer Dekade. Und tatsächlich: Die einstige TimeWarner-Tochter konnte sichtbare Verbesserungen präsentieren – nämlich die Rückkehr in die Gewinnzone. Allerdings war das Plus eher symbolisch: Der Internet-Inhalte-Anbieter verdiente im vierten Quartal gerade mal rund eine Millionen Dollar. Der Börse gefiel das Zahlenwerk trotzdem – Anleger sind nämlich aus der Vergangenheit viel Schlimmeres gewohnt.     

Wenn es noch einen Beweis gebraucht hatte, auf welche Miniaturgröße die einstige Online-Tochter AOL zehn Jahre nach der Übernahme von Time Warner geschrumpft ist, dann gab es ihn Verlauf des gestrigen Handelstages. Praktisch zeitgleich veröffentlichten Mutter und Tochter ihr Zahlenwerk für das abgelaufene vierte Quartal.

Hier schlug beim Medienriesen TimeWarner immerhin wieder ein Nettogewinn von 627 Millionen Dollar zu Buche.  Das war das 447-Fache des Gewinns von AOL: Genau 1,4 Millionen Dollar Plus könnte der Internet-Pionier, der sich unter Führung von Tim Armstrong vom Anbieter von Internet-Zugängen zum Inhalte-Produzenten  wandelt, Anlegern nämlich für den Geschäftszeitraum Oktober bis Dezember präsentieren.

AOL-Aktie im Aufwind

Das war jedoch gegenüber dem Vorjahreszeitraum eine Steigerung um Lichtjahre, als AOL im Zuge von Abschreibungen noch fast 2 Milliarden Dollar ausweisen musste. Die Umsätze gaben allerdings um 17 Prozent auf 810 Millionen Dollar nach, wobei das Minus im Zugangsgeschäft von 28 Prozent erwartet worden war. Allerdings gab auch die Online-Werbesparte, die die Zukunft des Unternehmens darstellt, um 8 Prozent nach.

Börsianer hatten indes Schlimmeres erwartet und schickten die Aktie im Handelsverlauf um mehr als 2 Prozent nach oben. Damit hat das Papier seit dem Börsengang Mitte Dezember immerhin schon um 8 Prozent zugelegt.    

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