Netz-News: AP einigt sich mit Yahoo

Streit beendet: Die US-Nachrichtenagentur AP hat ihren Lizenzvertrag mit dem Web-Unternehmen Yahoo verlängert. Demzufolge wird Yahoo weiterhin AP-Meldungen auf seinem Portal anbieten. Wie die Nachrichtenagentur in eigener Sache vermeldet, sichere die neue Regelung "einen zuverlässigen Erlösstrom in einer Zeit, in der weniger Geld von Verlagen und TV-Sendern kommt". Vertragsdetails über Finanzierung und Dauer wurden bisweilen verschwiegen. Darüber steht AP derzeit mit Google und Microsoft in Verhandlungen.

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AP strebt mit dem neuen Lizenzvertrag mit Yahoo an, mehr Kontrolle über die Verbreitung der Agenturmeldungen im Internet zu haben. Dennoch hieß es aus Insiderkreisen, dass sich AP-Chef Tom Curley in den Verhandlungen mit dem Online-Portal nicht darüber einigen konnte, höhere Gebühren für Exklusiv-Storys zu erheben, die nicht auf jeder zweiten Website abrufbar sind.
Google hatte bereits im Dezember 2009, vor Auslaufen des Lizenzvertrags, AP-Nachrichten als eigenständige Quelle aus den "Google News" ausgeschlossen. Grund waren wiederholte Angriffe der Agentur, die – ganz ähnlich wie europäische Verleger – ihre Leistungen für Google nicht ausreichend honoriert sahen. Google war indessen der Auffassung, dass Auszüge aus AP-Meldungen auch ohne Lizenzgebühr verbreitet werden dürfen. In den derzeitigen Verhandlungen soll über neue Konditionen gesprochen werden. Freie Agenturnachrichten im Netz sind zudem ein großes Problem für "Paid Content"-Pläne der Verlage.
Seit 1998 nutzt Yahoo den Nachrichtendienst der AP. Das Web-Unternehmen erklärte, dass AP ein wichtiger Bestanteil des Angebots sei, mit dem die fast 600 Millionen Nutzer weltweit informiert würden.  

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