WerWieWas: die lokale Wundertüte

Das Empfehlungsportal Qype kriegt Konkurrenz. Der Informationsdiensteister Telegate hat ein Mitmach-Portal für lokale Informationen in einer Beta-Version ins Netz gestellt: WerWieWas.de. Die Macher des Portals zapfen das Wissen der Bewohner vor Ort an, wobei die Nutzer generierten Beiträge automatisch durch Informationen aus ausgewählten lokalen Internetseiten und dem örtlichen Branchenbuch ergänzt werden. Eine große interaktive Karte auf der Startseite bietet alles auf einen Blick.

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WerWieWas.de bündelt lokale Informationen, die sich bis jetzt häufig nur durch aufwändige Recherche in mehreren Quellen erschließen ließen. "Wer wissen will, wie es um seine unmittelbare Umgebung bestellt ist und was in seinem Viertel geschieht, der ist künftig bei uns richtig. Wir beschränken uns ganz bewusst ausschließlich auf lokale Inhalte. WerWieWas.de wird eine Plattform von Bürgern für Bürger sein und bei uns wird man künftig vieles finden, wonach man in klassischen Medien bisher vergeblich sucht", sagt Dirk Rumberg, Geschäftsführer der WerWieWas GmbH. 
Zum Start sind unter anderem in München und Heidelberg bereits alle Funktionen der Beta-Version freigeschaltet. Die Informationen sind in verschiedene Kategorien aufgeteilt: "Neuigkeiten", "Veranstaltungen", "Wissenswert" und "Empfehlenswert", denen Farben zugeordnet sind. Sehr nutzerfreundlich: Virtuelle Stecknadeln – in den Farben ihrer Kategorien – zeigen auf einer großflächigen Google-Karte, wo was zu finden ist.
So erfährt der Nutzer, der sich zum Beispiel über Heidelberg informieren will, unter einem blauen Reiszweck alles Wissenswerte zur Schlossruine am Stadtrand. Ein grüner Button (Neuigkeiten) beinhaltet wiederum einen Aufruf der Polizei, die Zeugen eines Unfalls mit Fahrerflucht sucht. Im Laufe des Jahres soll WerWieWas.de für alle Orte Deutschlands die volle Funktionalität bieten. Nutzer können bereits jetzt ihre Empfehlungen und Ortskenntnisse auf der Seite hinzufügen.
Betrieben wird das Portal von der WerWieWas GmbH – einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft der Telegate AG. Geschäftsführer Rumberg, der seit Januar 2009  Konzept und Aufbau des Portals maßgeblich verantwortet, bringt viele Jahre Expertise aus dem Zeitungs- und Verlagswesen mit. Zuletzt war er verantwortlich für die Entwicklung neuer Produkte bei der Süddeutschen Zeitung – wie zum Beispiel der „SZ-Bibliothek“. Unterstützt wird der 46-Jährige durch Dirk Amtsberg, Co-Geschäftsführer und Leiter Business Development telegate AG, sowie einem fünfköpfigen Team.
Ein konkretes Geschäftsmodell existiert noch nicht. "Wir wollen unser Portal im Laufe des Jahres erst einmal bekannt machen", erklärte eine Telegate-Sprecherin gegenüber MEEDIA. Dies soll über Mundpropaganda gelingen, eine gezielte Kampagne sei nicht geplant. Mittelfristig sollen dann aber Pläne entwickelt werden, die Seite zu refinanzieren.

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