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Simyo kapert Vodafone-Hochhaus

Es könnte der Anfang einer wunderbaren Feindschaft sein: Mit einer gewagten PR-Aktion hat der E-Plus-Partner Simyo den großen Konkurrenten provoziert, indem der vermeintliche David die Außenwand des Vodafone-Haus in Düsseldorf ungefragt als Werbfläche kaperte. Der Mobilfunk-Goliath reagierte auf die Aktion erst einmal bewundernswert besonnen und nahm den Spass sportlich. Trotzdem sollte man die Hoffnung nicht aufgeben, dass den Düsseldorfern eine ähnlich lustige Retourkutsche gelingt.

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Die Werbeaktion deklarierte Simyo als nachbarschaftlichen Gruß: "Inspiriert durch Euer Firmengebäude in Sichtweite können wir zum Start in das neue Jahr nicht widerstehen, Euch mal etwas richtig Gutes zu wünschen", heißt es im Firmen-Blog.

Was der Mobilfunkprovider darunter versteht, wird dann gleich in einem Video gezeigt. Mit Hilfe einer Lichtkanone projizierte eine vermeintlich kreative Gruppe junger Männer das Bild einer Sim-Karte an die Hochhaus-Fassade. Der Text dazu lautete: "Tue Gutes in dein Handy".

Link: YouTube

Die Antwort auf die Aktion verschickte Vodafone via Brief. In dem Schreiben an CEO Rolf Hansen heißt es: "Sicherlich haben Sie nur aufgrund der Spontaneität und der Begeisterung für die beeindruckende, aber nicht ganz neue Aktion (die Piratenpartei hat im vergangenen Jahr dieselbe Idee umgesetzt) vergessen, eine Genehmigung für die Nutzung der Fläche einzuholen. Dies soll in diesem Fall aber kein Problem sein; für diese einmalige Nutzung erteilen wir Ihnen die Genehmigung sehr gerne nachträglich."

Natürlich hat Vodafone Hintergedanken: "Aber wissen wir nicht alle, dass im Geschäftsleben selten etwas ‚for free‘ ist – insbesondere Fassadenwerbung". Deshalb schlägt der Konzern im Brief vor, dass Simyo einen Teil der gesparten Werbeausgaben an das von der Vodafone-Stiftung geförderte Straßenkinder-Projekt Off Road Kids zu spenden.

Simyo antwortete prompt via Blog: "Der Einladung, die Stiftung des nach unserer Kenntnis in Deutschland einzigartigen Straßenkinder-Projektes zu unterstützen, kommen wir entsprechend sehr gerne nach." Das Ende des entsprechendes Eintrages lässt sich aber auch als Drohung lesen, dass es nicht bei der einen Licht-Aktion bleibt: "Wir verneigen uns und freuen uns auf ein sicherlich spannendes, sportliches Jahr mit einem bekannten (Vodafone) und einem neuen (otelo) Mitbewerber."

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