Print-Werbemarkt stagniert auf 2009er-Niveau

Der für 2010 erhoffte Aufschwung im Werbemarkt ist in der Branche der Publikumszeitschriften zunächst ausgeblieben. Wie die Januar-Zahlen der Zentralen Anzeigenstatistik (ZAS) zeigen, druckten die ausgewerteten Titel fast haargenau so viele Anzeigen wie im Januar 2009. Ein Minus von 0,03% bleibt unter dem Strich - immerhin also keine weitere Talfahrt. Zu den Gewinnern des ersten Monats 2010 gehören vor allem Gala und Für Sie, besonders deutlich verloren haben c't, Focus und stern.

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Die vier größten Anzeigenverlierer des Januars gehörten auch 2009 schon zu den größten Absteigern – für sie begann das Jahr 2010 also ähnlich bitter. Die c’t verlor etwa 38 ihrer gedruckten Anzeigenseiten des Vorjahres-Januars, dem Focus gingen mehr als 35 verloren, dem stern fast 34 und Chip rund 27. Nicht mehr in der Verlierer-Top-Ten zu finden ist hingegen der Vorjahres-Absteiger Nummer 1, die Wirtschaftswoche. Nachdem ihr 2009 insgesamt mehr als 1.000 Anzeigenseiten aus dem Jahr 2008 abhanden gingen, gab es im Januar 2010 nun nur noch ein kleines Minus von 2,7 Seiten bzw. 2,7%. Aufwärts geht es für die Wiwo aber noch nicht.

Auch wenn der erste Trend des neuen Jahres natürlich noch mit Vorsicht zu genießen ist und deutlichere Aussagen über den Anzeigenmarkt erst nach den kommenden Monaten zu treffen sind, können sich zahlreiche Titel über ihre ersten Zahlen freuen. So druckte die Gala etwa 60 Anzeigenseiten mehr als im Januar 2009, die Für Sie immerhin 40 mehr. Ebenfalls deutlich zulegen konnten die Magazine sport auto, myself und Prisma. Auf den Rängen 6 bis 10 des Gewinner-Rankings fallen zudem Zuhause Wohnen, Country und Living at Home auf – ein Trend, der sich beim Blick auf die einzelnen Segmente bestätigt.

So gehört die Branche der Wohn- und Gartenzeitschriften im Januar mit einem Plus von 27,2% ganz klar zu den ersten Gewinnern des Werbejahres 2010. Ebenfalls deutlich zulegen konnten die drei 14-täglichen Frauenzeitschriften (+38,6%), die Jugendzeitschriften (+15,4%), die Esszeitschriften (+22,5%), die Kino-, Video-, Audio-, Fotozeitschriften (+25,7%) und die Reisezeitschriften (+20,2%). Zu den Verlierersegmenten des noch jungen Jahres gehören vorerst vor allem die Programmzeitschriften (-11,3%), die Wissensmagazine (-9,5%), die Wirtschaftspresse (-15,1%) sowie die IT- und Telekommunikationszeitschriften (-15,4%).

Beim Blick auf die 20 wichtigsten Titel des Werbemarktes, die Zeitschriften also, die am meisten Geld mit Anzeigen umsetzen, zeigt sich noch ein recht heterogenes Bild. So verloren 11 der 20 Magazine im Vergleich zum Januar 2009, immerhin sechs konnten zulegen. Abgekoppelt vom Abwärtstrend des Vorjahres haben sich so Der Spiegel, die Brigitte, die Bild der Frau, rtv, Für Sie und die Gala.

Ende Februar wird sich dann etwas genauer zeigen, in welche Richtung sich der Werbemarkt im Jahr 2010 entwickelt – ob wieder nach oben oder weiter nach unten. MEEDIA wird sie wie immer informieren.

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