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Bravo so stark wie seit 2006 nicht mehr

Jugendliche wandern in Scharen ins Internet ab und lesen keine Zeitschriften mehr? Ein Blick auf die IVW-Zahlen des Jahres 2009 zeigt, dass diese Aussage nicht wirklich zutrifft. So konnten die vier größten Jugendzeitschriften 2009 zum Teil kräftig zulegen. Marktführer Bravo gewann beispielsweise heftige 62.040 Käufer hinzu - ein Plus von 13,7%. Auch Bravo Girl und hey! bauten ihre Verkaufszahlen zweistellig aus. Der große Verlierer des Jahres heißt Top of the Pops.

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Mit einem Jahresdurchschnitt von 513.309 verkauften Exemplaren pro Woche stellte die Bravo sogar einen neuen Bestwert auf: Seit 2006 gab es nicht mehr so viele Bravo-Käufer. Spätestens seit dem Aus von Springers Yam Anfang 2009 gibt es nun keine wirkliche Bravo-Konkurrenz mehr. Und wenn, dann macht sich die Bauer Media Group die Konkurrenz selbst. So gewann auch Bravo Girl starke 13,3% hinzu, der Bravo-Ableger Yeah! steigt mit einem Durchschnittsverkauf von immerhin 94.105 Exemplaren auf Rang 6 des Jugend-Rankings ein – und mit Twist steht seit 2009 schon der nächste Bravo-Nachwuchs am Kiosk – und demnächst sicher auch in den IVW-Statistiken.

Doch nicht nur Bauer kann sich über die IVW-Zahlen des Jahres 2009 freuen. Vision Medias Popcorn (+6,6%) und Paninis hey! (+13,3%) gewannen ebenfalls kräftig hinzu. Zur Erinnerung nochmal kurz die Methodik unserer IVW-Jahresanalysen. Um unabhängig von Schwankungen in den einzelnen Quartalen zu sehen, für wen das Jahr 2009 gut lief – und für wen schlecht – haben wir den Durchschnitt aller vier IVW-Quartale errechnet und vergleichen diesen Wert mit dem Durchschnitt des Jahres 2008.

Verlierer gibt es im Jugendmarkt allerdings auch – und zwar nicht wenige. So landeten sogar zwölf der 20 von der IVW geprüften Titel unter den Verkaufszahlen von 2008. Am heftigsten traf es dabei Top of the Pops. Dem Magazin gingen 26.134 Käufer abhanden – ein Minus von 31,9%. Ebenfalls zweistellig verloren Game Master (-12,9%), Jessy (-20,8%), das Gute-Zeiten-schlechte-Zeiten-Magazin (-23,9%) und Mad (-14,6%).

Der Blick auf die harten Bestandteile der verkauften Auflage, also die Abos und den Einzelverkauf entfällt diesmal. Denn: Bis auf Mädchen (89,3%) und Mosaik (79,8%) bestehen alle Auflagen der Jugendtitel zu mehr als 97% aus Abos und Einzelverkauf, die Gesamtverkäufe entsprechen also fast vollständig den harten Auflagen.

Am Montag lesen Sie bei MEEDIA Teil 6 der großen IVW-Jahresbilanz – mit dem Markt der Wohn- und Gartenzeitschriften.

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