Der Tablet-Mac: Apple enthüllt das iPad

Es war alles angerichtet im Yerba Buena Center in San Francisco: Apple-CEO Steve Jobs hielt heute Abend die seit Wochen sehnlichst erwartete Pressekonferenz zu einem "neuen, aufregenden Produkt" ab. Dass es sich dabei nur um das längst mythisch verklärte Tablet handeln konnte, galt in der Mac-Fangemeinde als ausgemacht. Tatsächlich: Das Tablet kommt! iPad wird es heißen, fast 10 Inch groß sein und nur 700 Gramm schwer. Das 16-GB-Modell startet ab 499 Dollar und soll ab Ende März erhältlich sein. Die Fakten im MEEDIA-Live-Blog.

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Steve Jobs betritt die Bühne. Noch immer ziemlich dünn, den ersten Bildern nach zu urteilen.

Updates über die Geschäftsentwicklung. Bis heute hat Apple 250 Millionen iPods verkauft.

Steve Jobs hält sich nicht lange mit der Vergangenheit auf, sondern verkündet schon nach 8 Minuten den Aufbruch in eine neue Ära – das Tablet wird enthüllt. Es heißt iPad!

Während Steve Jobs die Funktionalität enthüllt, hat die Börse schon genug gesehen: Das Sell on the News-Phänomen greift: Die Aktie fällt auf 200 Dollar zurück.
Der erste Eindruck: Die Vermutungen haben nicht getrogen. Das iPad ist die erwartete Mischform zwischen MacBook und iPhone – mehr iPhone als MacBook.

Das Keyboard ist wie beim iPhone virtuell, aber fast so groß wie ein echtes.

Das User-Interface ist neu und speziell für das iPad entwickelt worden. Multi-Media-Elemente wie Musik und Videos  sind natürlich integriert.

Technische Daten:

9,7″ groß, ein halbes Inch dick.
Nur 700 Gramm schwer.

1GHz Apple A- Chip.

10 Stunden-Akku.

16 GB, 32GB oder 64 GB-Speicher (Flash-Version)

Natürlich: Das Killer-Feature des iPhones darf nicht fehlen – die Apps. Der Coup: ALLE 140.000 Apps laufen auch auf dem iPad!
Präsentation der „New York Times“ und Gaming-Applikationen auf dem iPad.

Steve Jobs greift Amazon an: „Sie kennen ja alle den Kindle. Nun, wir gehen etwas weiter…“  Und zwar mit dem Start des Apple-eigenen BookStores – iBooks!

Fünf führende US-Verlage sind zum Start dabei:  HarperCollins, Penguin, Macmillian, Simon & Schuster, Hachett.

Wichtige Funktionalität: iWork läuft. Man kann mit dem iPad also auch Laptop-ähnlich arbeiten!

Die wichtigen Apple Desktop-Programme Keynote, Pages und Numbers wurden für das iPad optimiert. Marketing-Chef Phil Schiller präsentiert die adaptierte Version.
Die iWork-Apps kosten je 9,99 Dollar.
Die wichtigste Frage des Events: Wie teuer wird das iPad? 999 Dollar? 899 Dollar? 799 Dollar?

Steve Jobs läst die Bombe platzen: Die kleinste Version startet bei nur 499 Dollar und soll ab Ende März ausgeliefert werden (Wifi).

Die 32 GB-Version kostet 599 Dollar, die 64-GB-Version 799 Dollar.
Die Preise beziehen sich alle auf das Wifi-Modell.

Die etwas später ausgelieferte 3G-Version kostet jeweils 130 Dollar mehr. Die internationale Auslieferung des iPads 3G soll erst im Juni / Juli erfolgen.
In den USA gibt es die 3G-Version bereits „in 2-3 Monaten“. Provider ist wieder AT&T. Zwei Tarife werden angeboten: 14,99 Dollar für 250 MB Datenvolumen oder 29,99 Dollar für eine Datenflatrate.

Dad Apple-Event ist beendet, das iPad Realität. Das Pricing beeindruckt und wird Amazons Kindle vermutlich ziemlich wehtun.

Die Börse reagiert sehr positiv auf Apples iPad-Ankündigung: Die Aktie zieht auf 209 Dollar an, nachdem das Papier kurz nach Beginn der Pressekonferenz auf 200 Dollar zurückgefallen war.

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