Bravo: Jessen folgt auf Junkersdorf

Yvonne Bauer dreht das Personalkarussell: Bravo-Boss Tom Junkersdorf wechselt den Posten und wird Chefredakteur für besondere Aufgaben. Sein bisheriger Stellvertreter Philipp Jessen steigt stattdessen zum Chefredakteur des Teenie-Magazins auf. Der 40-Jährige Junkersdorf, dem eine überraschende Auflagensteigerung gelang, soll – laut Verlagsmitteilung – künftig "für nationale und internationale Bauer-Titel" in den Bereichen Positionierung und Weiterentwicklung journalistisch beratend tätig sein".

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In der Verlags-Hierarchie wird Junkersdorfs neue Position als neue Stabstelle der Geschäftsleitung verankert. Er berichtet direkt an Yvonne Bauer. "Wir freuen uns, Tom Junkersdorfs journalistische Kompetenz künftig für alle Bauer-Titel nutzen zu können", kommentiert die Geschäftsleiterin. "Er hat es geschafft, gesellschaftlich relevante Themen durch Aktionen wie ‚Bravo goes green‘, ‚Bravo Job-Attacke‘ oder ‚Schau nicht weg – gegen Gewalt an der Schule‘ zu etablieren und so die internetaffine, junge Zielgruppe mit Erfolg zurückzuerobern. Unser Ziel ist es, diese Ansätze auf unsere anderen Titel zu übertragen."

Der 40-Jährige wechselte 2005 als US-Korrespondent der Bild zu Bauer. Davor arbeitete er bereits als Ressortleiter Society bei der Gala. Innerhalb des vergangenen Jahres steigerte Junkersdorf den Bravo-Gesamtverkauf um 13 Prozent.

Kein leichtes Erbe für seinen Nachfolger. Philipp Jessen war von 2005 bis zur Einstellung im Februar 2009 als Autor bei der deutschen Ausgabe der Vanity Fair tätig. Anschließend heuerte der Buchautor bei der Bild-Zeitung an. Dort sollte er die Rückseite der Bundesaugabe zu einer Lifestyle- und People-Seite umgestalten. Bereits nach zwei Monaten im August 2009 verließ Jessen das Boulevardblatt wieder und ging im September als stellvertretender Chefredakteur zur Bravo.

"Wir sehen in Philipp Jessen die ideale Nachbesetzung für die Bravo-Chefredaktion. Er hat in seiner bisherigen Laufbahn große journalistische Bandbreite gezeigt und weit gefächerte Erfahrungen gesammelt", kommentiert Bravo-Geschäftsführer Axel Bogocz. "Diese Fähigkeiten hat er in den letzten Monaten bereits als stellvertretender Chefredakteur für Bravo gewinnbringend einsetzen können."

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