Bertelsmann macht 2009 offenbar Gewinn

Gute Nachrichten aus Gütersloh: Bertelsmann wird das Krisenjahr 2009 wohl doch mit einem Gewinn abschließen. Das Medienunternehmen gab gerade bekannt, für den "Genussschein 2001" eine "Ausschüttung für das abgelaufene Geschäftsjahr" zu erwarteten. Eine solche Ausschüttung ist laut ad-hoc-news.de nur dann möglich, wenn eine Firma schwarze Zahlen schreibt. Damit gelingt CEO Ostrowski die Trendwende. Denn in den ersten neun Monaten wurde noch ein Nettoverlust von 305 Millionen Euro ausgewiesen.

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Bei den Angaben zur Performance des Genussscheins handelt es sich allerdings noch um "vorläufige Berechnungen". Sie gehen von einer Ausschüttung von "15 Prozent auf den Grundbetrag" aus. Für das Geschäftsjahr 2008 bewegte sich die Ausschüttung auf demselben Niveau.

Auch für den "Genussschein 1992" erwarten die Gütersloher eine Ausschüttung, allerdings nur von 3 bis 5 Prozent auf den Grundbetrag. Weiter verrät diese Mitteilung, dass die Gesamtkapitalrendite für das Geschäftsjahr 2009 "voraussichtlich bei 2 bis 4 Prozent" liegen wird.
Bereits im Dezember hatte Ostrowski in einem Interview mit der Welt am Sonntag einen "Gewinn für 2009" in Aussicht gestellt. In den Monaten davor waren die Zahlen alles andere als rosig. So musste der Medienkonzern im ersten Halbjahr 474 Millionen Euro auf seine Fernsehtöchter und die Druck-Beteiligung Prinovis abgeschrieben. Nach neun Monaten belief sich der Verlust auf knapp 250 Millionen Euro.

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