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US-Medien: „Krieg“ zwischen Google & Apple

Es ist für amerikanische Medienjournalisten das Thema der Stunde: Apple und Google, die über Jahre Verbündeten, seien zu verfeindeten Rivalen geworden. Mit Googles Eintritt in den Handy-Markt sei das angespannte Verhältnis nun in eine Phase des offenen Schlagabtausch übergegangen, heißt es. Mehr noch: Steve Jobs hasse den Google-Chef regelrecht, zitiert Wirtschaftssender CNBC eine Quelle. Profitieren könnte von der neuen Rivalität ausgerechnet der einst gemeinsame Feind Microsoft.

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Es ist für amerikanische Medienjournalisten das Thema der Stunde: Apple und Google, die über Jahre Verbündeten, seien zu verfeindeten Rivalen geworden. Mit Googles Eintritt in den Handy-Markt sei das angespannte Verhältnis nun in eine Phase des offenen Schlagabtausch übergegangen, heißt es. Mehr noch: Steve Jobs hasse den Google-Chef regelrecht, zitiert Wirtschaftssender CNBC eine Quelle. Profitieren könnte von der neuen Rivalität ausgerechnet der einst gemeinsame Feind Microsoft.          

Es sind nicht weniger als Tage der Donners. Wer nach dem Austritt von Google-CEO Eric Schmidt aus dem Apple-Aufsichtsrat noch gedacht hatte, die beiden Tech-Titanen würden nun die Ära der friedlichen Koexistenz einläuten, sah sich allerspätestens zu Jahresbeginn getäuscht: Google läutete die neue Dekade mit einem Paukenschlag ein – nämlich den Eintritt in den Mobilfunkmarkt.

Gleichzeitig greift Google Apple auf dem ureigenen Terrain der Smartphones an: Das NexusOne konkurriert wie wohl kein zweites Produkt mit dem iPhone. Apple konterte noch am selben Tag mit dem dezenten Hinweis auf den drei Milliarden Downloads im AppStore.  Unterdessen ging das Duell zwischen Google vs. Apple auf anderen Schauplätzen weiter: Google sicherte sich den Online-Werbevermarkter AdMob, an dem Apple auch Interesse nachgesagt wurde, Apple revanchierte sich mit dem Rivalen Quattro.

Martialische Schlagzeilen: „Googles Krieg mit Apple wird immer heißer“

So weit, so kompetitiv. Wenige Tage vor dem unvermeidlichen Launch des Apple-Tablets stilisieren immer mehr US-Medien den fraglos engeren Wettbewerb zwischen dem zweitwertvollsten Technologiekonzern und dem bei weitem teuersten Internetkonzern martialisch zum regelrechten Krieg.

Seitdem Austritt Eric Schmidts aus dem Apple-Aufsichtsrat  machte das renommierte US-Technologieportal "Alley Insider" so ziemlich jede Story über die neue Rivalität zwischen Apple und Google mit einer Panzer-Optik auf, die mit Köpfen von Schmidt und Jobs und Schmidt verziert wird. Veredelt mit der Reißer-Schlagzeile: "Googles Krieg mit Apple wird immer heißer".

Auch "Mashable" schießt inzwischen scharf: "Google ist nun Apples größter Feind", titelte das beliebte Social Media-Portal gestern. Der renommierte US-Wirtschaftssender CNBC bereichert die neue Feindschaft dann gar noch um eine persönliche Note: "Steve Jobs hasst Eric Schmidt", zitiert niemand geringeres als Wirtschaftsreporter Jim Goldman, dem nach Keynotes gewöhnlich als einzigem Interviews von Steve Jobs gewährt werden, eine Quelle.  

James Cramer: "Ein Phantomkrieg"

Neue Nahrung, dass die aufkommende Abneigung eine neuen Höhepunkt gefunden haben könnte, lieferte gestern die "BusinessWeek" mit Gerüchten über eine Kooperation von Apple mit ausgerechnet dem einstigen Erzrivalen. Demnach wird bereits seit Wochen verhandelt, "Bing" zur neuen Standardsuche im iPhone oder möglicherweise sogar auf Macs zu machen. Weiter wird berichtet, Microsoft könnte Apple das bessere Angebot unterbreiten.

Ob wahr oder eine Medien-Erfindung: Die Wall Street sieht den angeblich aufziehenden Krieg zwischen den beiden Titanen des Silicon Valley gelassen und reagiert bisher auf neuerliche Wasserstandsmeldung bislang ziemlich ungerührt. Für CNBC-Marktkommentator James Cramer ist die stilisierte neue Rivalität denn auch nichts als ein „Phantomkrieg“. Vielmehr sei es an Apple und Google, den erst zu 15 Prozent mit Smartphones besetzten Handymarkt unter sich auszumachen.

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