Tarifverhandlungen erneut ohne Ergebnis

DJV und VDZ schieben sich gegenseitig den Schwarzen Peter zu. Am Donnerstag ging die dritte Verhandlungsrunde über einen neuen Tarifvertrag für Zeitschriftenredakteure ergebnislos zuende. Die strukturellen Bedingungen seien nicht so schlecht, erklärte der DJV. "Die Verlage machen sich die aktuelle Krise zunutze.“ VDZ-Verhandlungsführer Günter Maschke hofft hingegen, "dass die Gewerkschaften bis zur nächsten Verhandlungsrunde die wirtschaftliche Situation der Verlage in ihrer strukturellen Dimension akzeptieren“.

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Die Parteien verhandeln seit September 2009 über einen neuen Tarifvertrag. Kernpunkt des Streits ist die Forderung der Verleger, die Kosten für Lohn und Sozialleistungen aufgrund der Anzeigenkrise zu verringern. Dies wollen die Arbeitnehmerverbände DJV und Ver.di nicht hinnehmen. Eine Verringerung der Urlaubstage, Einsparungen beim Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie die Erhöhung der Wochenarbeitszeit seien für den DJV nicht akzeptabel.
Der VDZ stehe nach eigenen Bekundungen nach wie vor zum Flächentarif. "Ein neuer Tarifvertrag setzt aber eine spürbare Kostenentlastung für die unter starkem Druck stehenden Verlage voraus. Die dramatischen Einbrüche im Anzeigen- und auch Vertriebsgeschäft müssen gemeinsam bewältigt werden“, so Maschke.
Für DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring ist die "Verschlechterungen für die 9.000 Zeitschriften-Redakteurinnen und -Redakteure" nicht hinnehmbar. Natürlich gebe es derzeit, konjunkturell bedingt, geringere Erlöse. Aber es könne nicht sein, dass der Redakteursberuf anlässlich dieser Situation dauerhaft abgewertet werde.
Die nächste Verhandlungsrunde findet am 15. April in Berlin statt.

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