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Google-Aktie bricht nach Top-Bilanz ein

Es ist schon ein Kreuz mit der Wall Street: Da liefern die Vorzeige-Unternehmen der Technologiebranche Spitzenergebnisse, doch ihre Aktien kommen gnadenlos unter den Hammer. Jüngstes Opfer: Google. Der wertvollste Internetkonzern der Welt legte Quartalsergebnisse vor, die weit über den Analystenerwartungen lagen, doch die Aktie verliert nachbörslich über fünf Prozent. Wieder bestätigt sich, dass Anleger an Wachstumsfavoriten turmhohe Erwartungen haben, die oftmals völlig unrealistisch sind.

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Es ist schon ein Kreuz mit der Wall Street: Da liefern die Vorzeige-Unternehmen der Technologiebranche Spitzenergebnisse, doch ihren Aktien kommen gnadenlos unter den Hammer. Jüngstes Opfer: Google. Der wertvollste Internetkonzern der Welt legte Quartalsergebnisse vor, die weit über den Analystenerwartungen lagen, doch die Aktie verliert nach nachbörslich mehr als fünf Prozent. Wieder einmal bestätigt sich, dass Anleger an Wachstumsfavoriten turmhohe Erwartungen haben, die oftmals mit der Realität nichts zu tun haben.

Man kann es Anlegern in dieser Quartalssaison einfach nicht recht machen: Nach Spitzenergebnissen von Intel und IBM liefert nun auch der wichtigste Internetkonzern der Welt ein sogenanntes "Blowout"-Quartal – also eines, das die Prognosen wegbläst. Die Aktie indes wird abverkauft, als hätte Google gepatzt.

Das Gegenteil ist jedoch der Fall:  Mit einem Umsatzplus von 17 Prozent auf  6,67 Milliarden Dollar konnte Google das Wachstum erstmals seit einem Jahr wieder zweistellig steigern und die Analystenschätzungen dabei deutlich übertreffen.

Das gilt auch für den erzielten Gewinn von 1,97 Milliarden Dollar oder 6,13 Dollar je Aktie. Nach Non-GAAP-Bilanzierungsstandards erzielte Google gar 6,79 Dollar je Anteilsschein. Der Durchschnitt der befragten Analysten hatte lediglich mit 6,45 Dollar je Aktie gerechnet. Im Gesamtjahr 2009 fuhr Google einen Nettogewinn von 6,5 Milliarden Dollar oder 20,41 Dollar je Anteilsschein ein.  

Nachbörslicher Kursrutsch: "Die Träume der Wall Street waren der Realität voraus"

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Entsprechend gelöst sprach Google-CEO Eric Schmidt von einem "außergewöhnlichen Jahresabschluss angesichts der Tatsache, dass wir uns noch in der frühen Phase der wirtschaftlichen Erholung befinden." Damit stand der Google-CEO jedoch nach Handelschluss ziemlich alleine da – zumindest unter Anlegern.

Um saftige 34 Dollar wurde die Google-Aktie im nachbörslichen Handel nämlich in der Spitze durchgereicht und fiel damit zwischenzeitlich unter die 550 Dollar-Marke zurück. "Das sieht ziemlich übertrieben aus", ordnete CNBC-Marktkommentator James Cramer den Abverkauf ein.

Der "Alley Insider" hat die Ursachen unterdessen in den tumhohen Analysten-Erwartungen  ausgemacht: "Die Träume der Wall Street waren der Realität voraus." Merke: An der Börse kann man es selten jedem recht machen.

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