Werner dementiert Euro-Rückkauf

Klares Dementi: Frank-Bernhard Werner wird seinen Wirtschaftstitel Euro am Sonntag nicht zurückkaufen. Der Gründer und Chefredakteur bezeichnete einen entsprechenden Medienbericht gegenüber MEEDIA "als völligen Blödsinn". Auch ein Axel-Springer-Sprecher konnte die Spekulationen über mögliche Käufer der Springer Finanztitel nicht bestätigen. Aus unternehmensnahen Kreisen heißt es allerdings, dass bereits Sondierungsgespräche mit mehreren potentiellen Interessenten geführt wurden.

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Laut Horizont ist die JDB-Gruppe an den beiden anderen Finanztiteln Euro und Fonds & Co. interessiert. Der Hamburger Verlagschef Jens de Buhr war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. De Buhr gibt unter anderem eine LifeStyle-Variante der St. Pauli Nachrichten heraus.
Dass es Springers Münchener Tochterverlag Financial Media wirtschaftlich schlecht geht, ist kein Geheimnis. Bereits im vergangenen März verkaufte der Verlag das Magazin Markt und Mittelstand an die FAZ-Tochter Financial Gates. Offiziell hieß es, dass der Titel nicht mehr zur crossmedialen Strategie der Springer-Finanzmedien passe.
Fakt ist, dass die Financial-Media-Titel von der Anzeigenkrise – wie alle übrigen Konkurrenzblätter auch – besonders hart getroffen wurden. Im April führte der Verlag in den Redaktionen zeitweise Kurzarbeit ein. Seit rund einem Jahr prüft Springer mehrere Optionen, darunter auch mögliche Verkäufe von Titeln.
Die Auflagenzahlen der Springer Finanzmedien gehen ebenfalls kontinuierlich zurück. Die Monatszeitschrift Euro musste laut IVW in den letzten zwölf Monaten ein Minus von 13 Prozent im Gesamtverkauf hinnehmen. Euro am Sonntag erging es kaum besser. Die Wochenzeitschrift brach im selben Zeitraum um 14 Prozent beim Gesamtverkauf ein.

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