Enorm: Wirtschaft für die Nachhaltigen

Die klassische Wirtschaftspresse befindet sich in einer Auflagen- und Ertragskrise: Beste Zeiten also, um etwas Neues zu wagen. Ab dem 18. März versucht sich in Hamburg mit Enorm jetzt ein Team erfahrener Presse-Profis an einem neuen Magazin für nachhaltiges Wirtschaften. Denn: "Der Kapitalismus hat sich zu einem Raubtier entwickelt und hat nicht das gehalten, was den Menschen versprochen worden ist", schreibt Chefredakteur Thomas Friemel in seinem ersten Editorial.

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"Das Magazin Enorm wendet sich an wirtschaftlich und sozial interessierte Menschen, die an eine Veränderung der Gesellschaft glauben und mit daran arbeiten möchten", erklärt sich das Magazin in einer Vorabversion. Weiter heißt es: "Das Magazin Enorm ist ausdrücklich kein Aufklärmedium, es gibt keine erhobene Zeigefinger, es will nicht unmittelbar bewerten und anprangern, sondern neutral und überparteilich über die neue Wirtschaftsform und seine Möglichkeiten in seiner ganzen Breite berichten. Die Geschichten speisen sich vor allem aus den Bereichen Social Business, Social Entrepreneurship, ethisches Wirtschaften, CSR, Stiftungen und Charity."

Ein spitzes Thema und eine spitze Zielgruppe, die sich die Hamburger ausgesucht haben. Die Redaktion um den ehemaligen Matador- und Mopo-Vize Friemel glaubt an das Heft. Neben dem 42-Jährigen gehören unter anderem noch Oda Albers als stellvertretende Chefredakteurin und Stefanie Wilke als Autorin und Beraterin dazu. Um die Art Direktion kümmert sich Carsten Hermann, der neben Fiemel auch zu den Gesellschaftern gehört.

Der Verlag hinter dem Heft hat sich – natürlich – auch dem Social Business verschrieben. "Man kann nicht glaubhaft über etwas schreiben, was man selber nicht ist. Keine Frage: Enorm arbeitet nach den Gründsätzen eines Social Business, die sich folgendermaßen auf Journalismus und Verlagsgesellschaft übertragen lassen."

Als Geschäftsführender Gesellschafter des Social Publishing Verlags wirkt Alexander Dorn. Zuvor arbeitet der 42-Jährige im Jahreszeiten Verlag und bei der Hamburger Morgenpost. Anzeigenleiterin ist Petra Boldt, die bis vor kurzen noch den Posten der Anzeigenleiterin der Rheinischen Post inne hatte. Finanziert wird das Projekt unter anderem von David Diallo. Der Berliner gründete bereits das Web 2.0-Startups Myphotobook.com, das mittlerweile von Holtzbrinck gekauft wurde. Wesentlicher Aspekt der Verlagsaktivitäten soll die Reinvestition der Gewinne in die Entwicklung der Marke und die direkte Förderung sozialer Projekte mit aktiver Einbindung der Abonnenten sein.

Die Druckauflage wird 80.000 Exemplare betragen und der Copypreis liegt bei 7,50 Euro.

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