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Google News kein Traffic-Bringer?

Fast die Hälfte der Nutzer von Google News geben an, nur die Ausschnitte des Nachrichten-Aggregators zu lesen und nicht den Links zu den Originalquellen zu folgen. Das ist das Resultat einer Studie des Marktforschungs-Unternehmens Outsell, das knapp 3.000 US-Bürger befragt hat. Bei den "power news usern" (zwei und mehr Besuche am Tag) sei die Quote noch geringer. Die Untersuchung liefert den Verlagen im Streit um Googles Werbe-Milliarden willkommene Munition.

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Die aktuelle Kartellbeschwerde der deutschen Verleger richtet sich unter anderem gegen Googles kostenlose Veröffentlichung von kurzen Textausschnitten aus Medienangeboten bei Google News, den so genannten "Snippets". Dies führt, wie das kalifornische Unternehmen stets betont, den Verlags-Websites zwar Milliarden an Klicks zu, offenbar sind viele Internetnutzer aber mit den zitierten Schnipseln ausreichend bedient: 44 Prozent der befragten US-Nutzer gaben in der Studie an, nicht zu den Original-Quellen weiter zu klicken.
Outsell-Mitarbeiter Ken Doctor deutet das so: "Google bringt einigen Traffic zu den Medien, nimmt ihnen aber auch einen erheblichen Teil weg." Wobei letztlich fraglich ist, ob alle Nutzer von Google News ohne den Aggregator die Original-Quellen von sich aus angesteuert hätten, bzw. überhaupt von ihnen erfahren hätten.
Wie Paidcontent.org vermerkt, weist die Firma Outsell an prominenter Stelle darauf hin, in der Sache nicht ganz unparteiisch zu sein: Man habe schon länger dafür plädiert, dass Google die Urheber der Nachrichten entschädigen müsse. Hierzulande kennt man diese Forderung unter dem Begriff Leistungsschutz.

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