Basic-Ausverkauf: Langsam wird`s nervig

Mit solch kruden PR-Stunts verspielt Robert Basic so langsam seine gesamte Web-Reputation: Fast vier Wochen lang versuchte der Ex-Blogger erfolglos seinen Twitter-Account zu verkaufen. Mit Kaeuferportal.de fand der Usinger jetzt doch noch einen Käufer. Anstatt jedoch einen glatten Deal abzuwickeln, fädelte Basic ein kurioses Rückwärts-Geschäft ein. Das Berliner Start-up kaufte für einen fünfstelligen Betrag das Zwitscher-Konto und schenkte es zwei Stunden später wieder an Basic zurück.

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Mit solch kruden PR-Stunts verspielt Robert Basic so langsam seine gesamte Web-Reputation: Fast vier Wochen lang versuchte der Ex-Blogger erfolglos seinen Twitter-Account zu verkaufen. Mit Kaeuferportal.de fand der Usinger jetzt doch noch einen Käufer. Anstatt jedoch einen glatten Deal abzuwickeln, fädelte Basic ein kurioses Rückwärts-Geschäft ein. Das Berliner Start-up kaufte für einen fünfstelligen Betrag das Zwitscher-Konto und schenkte es zwei Stunden später wieder an Basic zurück.
Mit dem Käuferportal und Basic haben sich immerhin zwei gefunden, denen es vor allem um eins geht: Aufmerksamkeit.

Diesen Umstand geben beide Parteien offen zu. So begründete der Ex-Blogger den Verkauf damit, dass er für sein Projekt Buzzriders "Finanz- und Sachmittel" aber auch "Buzz", also PR, brauche. Seit rund einem Jahr arbeitet der Hesse bereits an dem Projekt und noch immer ist nicht abzusehen, wann das Lokal-Angebot online gehen wird. Im Laufe der Monate geriet der einst omnipräsente Star-Blogger und seine ehrgeizigen Pläne immer mehr in Vergessenheit. PR-technisch war der Account-Verkauf sein Comeback.

Für die Reputation wird es langfristig allerdings nicht zuträglich sein, dass Basic nicht mehr mit konkreten Taten oder Texten in Erscheinung tritt, sondern nur noch mit Netz-Auktionen. Nach seinem Blog- und seinem Zwitscher-Konto stellt sich unweigerlich die Frage: Was wird als nächstes verkauft Das VZ- oder das Facebook-Profil?
Alleine die Bekanntmachung der Aktion fand im Web ein überwiegend kritisches Echo. In den Kommentaren zu seiner Verkaufsankündigung wird Basic unter anderem als "Social-Media-Nutte" beschimpft. Basic waren solche Einwürfe bislang weitgehend egal: Für ihn zählte nur der PR-Effekt. Aus dieser Perspektive war auch dieser Stunt wieder ein voller Erfolg: über den Deal wird berichtet. Allerdings nehmen die kritischen, fast schon mitleidigen Untertöne zu.

Auch das Kaeuferportal.de braucht dringend PR. Selbstkritisch gibt man zu, noch nicht "voll auf den Social Media Zug aufgestiegen" zu sein. Die offizielle Erklärung für den Kauf der Berliner: „Seit eineinhalb Jahren vernetzt Kaeuferportal.de erfolgreich lokale Unternehmen und Anbieter. Dabei haben wir den Erfahrungswert gemacht, dass es immer wichtiger wird, im World Wide Web Angebote mit lokalem Bezug anzubieten", sagt Geschäftsführer Robin Behlau. "Buzzriders möchte genau diese Idee umsetzen und wir sind uns sicher, in Zukunft durch eine intensive Kooperation mit Robert diese Entwicklung voranzutreiben.“ Die Berliner sehen sich selbst als Sponsoren des neuen Basic-Projektes.

Mit seinen PR-Stunts ist es Basic immerhin gelungen, zwei deutsche Rekorde aufzustellen: Sein Blog- und auch sein Twitter-Verkauf sind wohl die teuersten Deals ihrer Art, die es bislang in Deutschland gab.

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