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Ad Planner: Bild.de baut Vorsprung aus

Wie schon bei den IVW-Zahlen haben auch laut Googles Research-Tool Ad Planner fast alle deutschen Nachrichten-Websites im Dezember Nutzer verloren. Die hohe Dichte an Feiertagen führte bei 46 der 50 populärsten Kontrahenten zu einem Rückgang. Relativ glimpflich kam dabei - ebenfalls wie bei der IVW - Bild.de davon. Mit einem Minus von 8,8% baute die Springer-Website ihren Vorsprung an der Spitze des Rankings aus - denn Spiegel Online gingen deutliche 25,8% abhanden.

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Bild.de rutschte von 6,80 Mio. Unique Visitors im November auf nun 6,20 Mio., Spiegel Online krachte im gleichen Zeitraum von 6,20 Mio. auf 4,60 Mio herunter. Der Vorsprung von Bild.de ist damit so groß wie nie zuvor. Erkämpfte sich Bild.de bei der IVW den ersten Platz u.a. wegen des Tricks, die Visits der Sport-Bild-Website nun bei Bild.de mitzuzählen, spielt dieser kleine Trick bei den Ad-Planner-Zahlen keine so große Rolle. Zwar zählen die 320.000 Unique Visitors von sportbild.bild.de auch hier nun zur Bild.de-Mutter, doch auch ohne sie wäre Bild.de der klarer Sieger.

Hinter den beiden Haupt-Kontrahenten gingen Welt Online und Focus Online ebenfalls mehr als 20% der November-Nutzer abhanden, sogar mehr als 30% verloren tagesschau.de, tagesspiegel.de, N24.de und die Berliner Morgenpost. Relativ wenig eingebüßt haben auf den ersten 25 Plätzen neben Bild.de auch News.de (-10,5%) und Express.de (-10,6%). Als einziges Angebot zulegen konnte nachrichten.t-online.de. Die Seite gewann 100.000 Unique Visitors und schob sich damit vorbei an stern.de auf Platz 6 unserer Liste. Ein möglicher Erklärungsansatz: Feiertage und Urlaubszeit führten dazu, dass viele Internet-Nutzer verstärkt zu Hause statt im Büro ins Internet gingen und damit auf der Website ihres Providers – in vielen Fällen T-Online – landeten.

Auf den Rängen 26 bis 50 gibt es ein weiteres interessantes Detail zu beobachten: Drei Websites konnten ihre November-Zahlen nämlich behaupten oder sogar ausbauen, zwei davon sind die der türkischen Zeitungen Hürriyet und Milliyet. Da die Türken zu überwiegendem Teil muslimisch sind und kein Weihnachtsfest feiern, haben sie also offenbar ihre Nachrichtenquellen so stark genutzt wie in anderen Monaten. Hurriyet.com.tr kam daher in Deutschland auf 390.000 Unique Visitors und ein Plus von 70.000, Milliyet.com.tr kam auf unveränderte 220.000.

Ebenfalls nicht verloren hat die britische Nachrichtenwebsite news.bbc.co.uk. Die größten Verlierer auf den Rängen 26 bis 50 waren im Dezember die Websites der schweizerischen NZZ (-33,3%), die der österreichischen Presse (-43,6%) und topnews.de (-38,7%).

Im Januar dürfte nicht zuletzt die Nachrichtenlage mit dem Erdbeben in Haiti dazu führen, dass sich die Werte nahezu aller Websites wieder erholen und aus den roten Zahlen wieder schwarze Zahlen werden.

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